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Hand-News

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So, nun wollte ich euch mal kurz auf den neuesten Stand bringen. War jetzt noch ein paar mal bei meinem Physiotherapeuten in Asuncion zur Behandlung. Er ist sehr zufrieden mit meinem Arm und sagt, ich mache große Fortschritte.
Vor 10 Tagen war ich ja auch bei meinem „Schönheitschirurgen“. Der sagte, ich müsse meine Sehnen noch etwas gedehnter bekommen, damit er genug „Material“ hat, wenn er sie dann verlagert. Hab jetzt am Montag nochmal Termin bei ihm. Ich habe also viel geübt die letzten Tage und hoffe, dass das nun ausreicht. Wenn er zufrieden ist, könnte ich am 08.08. operiert werden. Muss eine Nacht im Krankenhaus bleiben und darf dann wieder springen. Bekomme allerdings für drei Wochen einen Gips, damit die Hand ruhiggestellt ist und die Sehne wirklich richtig gut zusammenwachsen und heilen kann. Diese Zeit werden wir noch in Santa Rosa verbringen und voraussichtlich ab 01.09. nach Asunciòn umziehen, um die Intensivphysio zu beginnen. Denn ich muss meiner Sehne beibringen, dass sie nun eine völlig andere Bewegung auszuführen hat wenn ich sie ansteuere, als die letzten 38 Jahre. Hab dafür zwar nur 10-12 Tage Zeit, aber das geht nunmal nicht anders.
Am 15.09. geht unser nächster Flug: nach Toronto, Kanada. Der einstmals geplante Trip durch Bolivien mußte zugunsten der Gesundheit leider gecancelt werden.

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Winter aus – Sommer an

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Auf manche Dinge kann man sich nicht vorbereiten – jedenfalls nicht wirklich. Auf Winter in den Tropen zum Beispiel, vielleicht weil das für uns Europäer in unserer Vorstellung nicht zusammengeht – Winter und Tropen …?!

So hatten wir also auch keine Vorstellung als unsere lieben Freunde versucht hatten uns vorzuwarnen: Winter in den Tropen ist kein Spaß, das wird richtig, richtig kalt!
Richtig, richtig kalt – klar! Mit einem überlegenen Lächeln waren wir sicher: als Europäer aus den Tiefen des Schwarzwalds wissen wir, was richtiger Winter ist!
Das möchten wir an dieser  Stelle noch einmal revidieren. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass der Winter hier so heimtückisch ist: keine farbenfrohe Laubfärbung die den nahenden Winter ankündigt, kein Weihnachtsgebäck in den Regalen, das schon mal darauf hinweist  „jetzt wird‘s gemütlich“,  sondern ein plötzlicher Südwind von den Anden und Eiseskälte!

Als die Temperatur auf -2 Grad gefallen war und die tropischen Pflanzen im Garten den Geist aufgegeben hatten, war auch uns klar: Winter in den Tropen ist kein Spaß! Mein Immunsystem hat sich den Pflanzen angepasst und ebenfalls den Geist aufgegeben. Mit Fieber und einer heftigen Mandelentzündung ging’s erst mal ab ins Bett.
Leider haben die Häuser keine Heizung, leider sind sie auch nicht isoliert, leider haben wir keine Fensterscheiben, leider ist die Luftfeuchtigkeit auch im Winter extrem hoch und die Kälte kriecht in den letzten Winkel. Leider ist die Klimaanlage ausgefallen und leider hat auch der Gasheizstrahler einen Defekt gehabt. Es ist kaum möglich sich warm zu halten. Da hilft nur eine Schicht Kleidung über der anderen zu tragen und auch in der Nacht immer schön ein Mützchen auf, um den Kopp warm zu halten. Wäsche trocknen war dann leider auch nicht. Unser Bild gibt einen Eindruck, wie wir es trotzdem versucht haben.
Von einem Tag auf den anderen war der Winter genauso schnell vorbei, wie er gekommen war – die Temperaturen sind auf 33 Grad hochgeschossen und unser Kreislauf in den Keller gefallen. Wir haben es unserem Hund gleichgetan und lagen nur rum. Ich hab mich erst mal schwer erkältet, aber wenn wir das hier überleben, sind wir echt abgehärtet.

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Neue Videos!

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Lange keine neues Video gepostet und dann gleich zwei. Wahrscheinlich sehr zur Freude aller, die sich schon durch die Wasserfallbilder geklickt haben, jetzt auch noch Bewegtbildimpressionen.

Außerdem: Ein kleiner Eindruck dessen wie man hier reist und wie die paraguayischen Stewardessen im Bus aussehen ;-).

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Buenos Aires Bilder Teil 2

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kleiner Nachschlag :-)

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Akustische Folter an wehrlosen Reisenden …

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Wir sitzen hier brav im Bus zurück nach Asunción und uns bluten die Ohren. Wir werden schon zum zweiten Mal in unserer Zeit in Südamerika mit Musik von Marco Antonio Solis weich gespült. Nicht nur mit der Musik, die durch keinen Knopf abstellbar ist, nein, nicht einmal regulierbar aus den Boxen über uns trieft, sondern auch noch mit gefühlten drölf Stunden Video dazu. Marco Antionio als Cowboy, als Don Juan-Verschnitt, als Don Juan-Verschnitt mit Cowboyhut – es  ist schrecklich, aber irgendwie muss man trotzdem hinschauen! Wir hoffen der Begrüßungswhisky kommt bald…
Für alle, die Johnny Gioletti Solis auch mal genießen möchten, hier habt ihr DIE Gelegenheit.

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Buenos Aires – Shopping und Design

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Besucht man die Stadt sollte das Gepäck nur aus zwei T-Shirts, einer Jacke (vom Meer kommt immer wieder eine kalte Brise) und einer Hose bestehen, dass aber am besten über zwei Koffer verteilt – die füllen sich in Buenos Aires nämlich von selbst! In diesem Zusammenhang möchte ich TAM empfehlen, neben einem freundlichen Service, gutem Essen und einer extra Portion Beinfreiheit gestattet einem diese verständnisvolle Fluggesellschaft zwei Gepäckstücke a 32 Kilo mitzuführen.

Mein Mantra für heute heißt  „Jetzt bloß nicht durchdrehen“, das kann man hier leicht wenn man seine Freude an gutem Design und innovativer Mode hat. Innovativ ist ein ziemlich abgelutschter  Begriff, zugegeben aber hier in Buenos Aires findet man einiges was das europäische Auge noch nicht gewöhnt ist. Mode und Design mal nicht von der Stange sondern in kleinen Boutiquen von (noch) unbekannten Designern. Die Schnitte sind wirkliche Figurschmeichler und jeder der schon mal bei ZARA versucht hat sich in eine Hose zu quetschen weiß, wovon ich rede … Vom Mantel bis zur Short ist alles ein wilder Mix an Farben und Illustrationen, aber immer gekonnt kombiniert. Die Preise sind moderat und die Geschäfte gewähren gerne Rabatt, besonders wenn man mal etwas mehr einkauft und dabei noch bar zahlt. In den  Accessoires von Schmuck über Taschen und Tüchern (an denen kommt man in dieser Saison hier wohl nicht vorbei) setzt sich das farbenfrohe und witzige Design weiter fort.

Schwieriger wird es dann schon mit den zahlreichen Läden, die sich auf das Interieur-Design spezialisiert haben. Hier bekommt man Lust die gesamte Inneneinrichtung der eigenen Wohnung noch einmal zu überdenken. Da würde dann aber nur noch die Überführung mit einem Container helfen und daher empfehlen wir es eher wie bei einem Museumsbesuch anzugehen – einfach schauen, genießen, sich inspirieren lassen, aber besser nichts anfassen um sich nicht in Versuchung zu bringen.

Natürlich bietet Buenos Aires auch „klassische“ Shopping Center wie das Galerias Pacifico. Ein Shopping Center der gehobenen Klasse, in dem sich die großen europäischen Namen Lacost, Dior, und Valentino zu bekannten einheimischen Designern wie Ona Saez und Kosiuko gesellen. Wem der Sinn jetzt nicht nach dem großen Geld ausgeben steht, dem empfehlen wir trotzdem einen Besuch, denn das Galerias Pacifico besticht durch seine opulente Architektur, seine Fresken die von fünf argentinischen Künstlern geschaffen wurden und seiner glamourösen Atmosphäre. Völlig kostenlos ist auch die glitzernde Parade der Reichen und Schönen, die sich dort zur Schau stellen – hinsetze und amüsieren!

Direkt vor der Tür reißt der Strom der Shoppingbegeisterten nicht ab. Neben einer Vielzahl kleiner Shops sind auch großen Ketten wie Zara und Benetton sie Nike und Adidas vertreten. Und mittendrin sitzen die Straßenhändler, die vom Miniatur-Eiffelturm in Neonbeleuchtung (uns hat sich der Zusammenhang auch nicht erschlossen) bis zur Indianerkunst alles anbieten.

HIER mal ein erster Teil BUENOS AIRES FOTOS!

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Iguazu – Zusammernfassung

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Wir haben für drei Tage einen Abstecher an die Wasserfälle gemacht. Man könnte sie so beschreiben wie es die Eingeborenen im Gurani getan haben „I“ heißt Wasser und „guazu“ groß – großes Wasser – trifft es eigentlich ziemlich gut. Alle anderen werden wahrscheinlich in Superlativen schwärmen oder einfach sprachlos sein. Unsere Bilder geben einen kleinen Eindruck, aber das Gefühl wenn man vor diesen Wasserwänden steht, ist unbeschreiblich.
Daher vielleicht lieber ein paar praktische Infos für alle die sich die Wasserfälle einmal ansehen wollen:
Es gibt zwei Seiten, die argentinische und die brasilianische Seite. Die meisten stehen vor der Frage „Muss man beide Seiten machen?“  Und  die Antwort lautet „Ja, man muss“. Die argentinische Seite „hat“ das Wasser, hier kommt man nah an die Wasserfälle heran. Der Weg zu den Wasserfällen ist zwar ein bisschen wie in Disneyland – Shops, Restaurants und eine kleine Eisenbahn, die einem zum Ausgangspunkt bringt. Das Ganze verliert sich dann aber im Urwald. Wer richtig nah ran will  wird mit einem Boot an die Wasserfälle gebracht, hier bekommt man auch gleich einen Eindruck von der gewaltigen Strömung – ist nicht ganz ungefährlich, sah aber von weitem so aus, als würde es Spaß machen. Es gibt auch eine kleine Insel mit Strand und einen Bereich in dem man schwimmen kann. Möchte man sich alles anschauen braucht man einen Tag Zeit.
Die brasilianische Seite hat den „Ausblick“. Brasilien liegt direkt gegenüber der Wasserfälle. Sie selbst haben nur einen verhältnismäßig kleinen Teil an Wasserfällen dafür aber einen gigantischen Ausblick. Hier sieht man die Wasserfälle in ihrer vollen Pracht. Einziger Minuspunkt: noch mehr Disneyland als auf der argentinischen Seite.