1

Cairns & Kuranda

111223_034

Nächste Station unserer Australienreise war Cairns. In der Zwischenzeit hatten wir fast 4500 Kilometer zurückgelegt und es war uns danach mal wieder eine etwas längere Fahrpause einzulegen. Und so quartierten wir uns auf einem uns empfohlenen Caravanpark in einem Vorort von Cairns ein. Cairns selbst ist eine überschaubare kleine Stadt mit vielen Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten. Nette Bars und viel Livemusik. Wir verbrachten zum Beispiel einen sehr witzigen und schönen Abend im Rattle & Hum. Mit Spare Ribs und Pizza, Bier und Caipirina.
Cairns ist aber auch ein guter Ausgangsort für Tagestouren und Ausflüge. Und so machten einen sehr schönen, nostalgischen Trip mit der Eisenbahn nach Kuranda. Und weil wir auch hier was ganz besonderes machen wollten, buchten wir unsere Tickets erster Klasse, so dass wir auf der ganzen Fahrt noch zusätzlich mit tollen Leckereien versorgt wurden.
Man fährt dann da also eine historische Strecke ab, die vor vielen, vielen Jahren in harter Handarbeit von etlichen armen Arbeitern gebaut wurde. Aber sie ist wirklich wunderschön, mit vielen tollen Aussichtspunkten, vorbei an Wasserfällen und durch den Regenwald. Und während der Fahrt werden immer wieder historische Details zum Bau und zur Konstruktion erzählt.
Zielort nach knapp zwei Stunden Zugfahrt war dann das Bergstädtchen Kuranda. Ein Künstlerort, der mitten im Regenwald liegt, mit vielen Märkten, lokalem Handwerk und Malerei. Das Ganze ist natürlich sehr touristisch und hier und da wird man auch mächtig abgezockt, aber wir haben uns ausnahmsweise mal nix aufschwatzen lassen ;-).
Am Nachmittag ging es dann zurück nach Cairns. Aber nicht wieder mit dem Bummelzug, sondern diesmal mit der Seilbahn. Das war vielleicht spannend. Denn normalerweise fahren wir ja mit der Gondel über verschneite Berghänge, diesmal schwebten wir jedoch hoch über dem Regenwald. Ein toller und sehr, sehr grüner Ausblick der sich uns da bot.
Ansonsten nutzen wir die Zeit in Cairns zum Entspannen und dafür die zweite Hälfte unseres Australien-Ostküsten-Trips etwas zu planen. Schließlich mussten wir den ganzen Weg nach Sydney ja auch wieder zurück, weil dort der Camper wieder abzugeben war und unsere Weiterflüge von dort aus starteten. Und es gab immer noch eine Menge zu sehen…

1

Die Whitsundays

111219_112

Hier hatten wir uns ein bisschen Programm vorgenommen. Die Whitsunday Islands bestehen aus vielen kleinen Inseln, die berühmt für ihre weißen Strände sind. Der Strand von Whitehaven Island soll sogar der weißeste Strand der Welt sein. An diesem Teil der Ostküste Australiens beginnt bereits das Great Barrier Reef mit seinen unzähligen Riffen und wunderschönen Tauchrevieren. Und wenn man schon mal da ist, will man natürlich auch was davon haben.
Wir bezogen also Quartier in einem weiteren Caravanpark in Airlie Beach. Airlie Beach wiederum ist ein kleines Küstenstädtchen, das hauptsächlich von coolen Surfertypen und Rucksacktouristen bevölkert wird. Junge Leute eben, die was erleben wollen, deswegen ist auch in der (einzigen) Straße der Stadt eine Kneipe, Bar oder Disko neben der nächsten. Es ist schon witzig zu sehen, wie sich die Girls hier am Abend aufbrezeln um auf die Gass zu gehen, während die Jungs gerne ihre Surfershorts und Badelatschen anbehalten, dazu ein verranztes Achselshirt und den Sonnenbrand im Gesicht, Hauptsache ein Bier in der Hand.
Aber, Airlie ist nun mal idealer Ausgangspunkt, will man was von den Whitsundays sehen. Und so buchten wir uns für eine Tagestour mit dem „Schnellboot“ nach Whitehaven  ein, inklusive Schnorchelstopp am Vormittag, Mittagslunch am „Schneeweißstrand“ und kleiner Wanderung zu einem Aussichtspunkt über die Inseln am Nachmittag. Straffes Programm, hat sich aber auf alle Fälle gelohnt und ich muss gestehen: der Strand von Whitehaven ist wirklich phänomenal.
Und obwohl wir ja eigentlich gar nicht mehr Schiff fahren wollten (siehe Vomex Ahoi und Vomex die Zweite) ließen wir es  uns nicht nehmen, eine weitere Bootstour zu machen: raus zum Great Barrier Reef. Dies bedeutete, dass wir morgens um 8.00 Uhr ein relativ großes Schiff bestiegen, das uns nach vier Stunden Fahrt auf einer im Meer verankerten „Erlebnisplattform“ aussteigen ließ, wo wir Schnorchelequipment bekamen und einen abgesteckten Bereich des Great Barrier Reefs beschnorcheln konnten. Wer wollte, konnte hier auch richtig tauchen, oder sich einfach auf einem Liegestuhl in die Sonne legen und das wunderbare türkisfarbene Meer genießen. Für die, die es sich leisten konnten, startete alle 20 Minuten ein kleiner Hubschrauber zum Rundflug über das Riff, alle anderen hatten die Möglichkeit in einem Glasbodenboot ein wenig rumgeschippert zu werden.
Für die Kids (und für mich) gab’s außerdem eine tolle Wasserrutsche von der Plattform direkt in den warmen Ozean.
Zu Mittag wurde dann auf dem Schiff, das die ganze Zeit an der Plattform ankerte, ein schönes Büffet aufgebaut, an dem man sich nach Herzenslust bedienen konnte, bevor  es dann gegen 15.00 Uhr (wieder für vier Stunden) zurück auf’s Festland ging.
Jetzt mal ehrlich: in Auatralien wird einem nix geschenkt, aber wenn man mal was investiert, bekommt man auch mächtig was geboten für sein Geld. Also, sowohl der Inseltrip als auch der Ausflug zum Grat Barrier Reef waren jeden Dollar wert und ich würde es wahrscheinlich sogar nochmal machen.

1

Gold Coast Kaufrausch

111211_014

Von nun an konnten wir etwas Tempo aus unserer Reisegeschwindigkeit nehmen, denn alles was jetzt kam, war sozusagen Urlaub. Zwar waren die Entfernungen weiterhin zu überwinden, aber  wir konnten das nun wesentlich entspannter angehen.
Nach dem Foo Fighters Konzert blieben wir noch zwei Tage an der Gold Coast. Schauten uns die coole City von Surfers Paradise an, gönnten uns selbst mal einen schönen Nachmittag am Strand mit genialem Sand, Sonnenschein und super Brandung, machten ein leckeres BBQ in unserem Caravanpark und schauten uns mal zwei Tage in Brisbane um. Hier gerieten wir dann in den berühmt berüchtigten australischen Kaufrausch. Jens hatte sich vorgenommen endlich mal eine gescheite Kamera zu kaufen. Eine Spiegelreflex. Er wusste da auch ziemlich genau, was er haben wollte und nun ging es nur noch darum, das beste Angebot zu finden. Natascha war ganz aufgeregt, weil sie für Jensons Hochzeit im Juni unbedingt noch ein neues Outfit brauchte und außerdem endlich mal wieder eine Frisur haben wollte, und ich brauchte eine neue Reisetasche, weil die alte nach all den rabiaten Behandlungen der vergangenen Monate auf den verschiedensten Flughäfen dieser Erde ziemlich gelitten hatte.
Nachdem wir also viele australische Dollars in diesem unsagbar schönen Kaufhaus haben liegen lassen, konnten wir unsere Reise fortsetzten. Nächstes Ziel  sollten die Whitsunday Islands sein, das Tor zum Great Barrier Reef.

0

Foo Fighters – Das Konzert

111210_176

Ich weiß nicht, wie lange Natascha und ich schon darauf warteten, die Foo Fighters einmal live zu erleben. Bei den letzten Konzerten, die die Band in Deutschland spielten, kam uns immer was dazwischen: 2008 mussten wir uns entscheiden, ob wir heiraten wollten, oder auf ein Rockkonzert gehen. Wir haben uns fürs heiraten entschieden (zum Glück)! Und 2011 waren wir schon in Südamerika, als sich Mr. Dave Grohl und Bandkollegen wieder nach Deutschland trauten. Das hat uns dann schon ein bisschen geärgert, aber Natascha hat einfach mal den Tourneeplan studiert und siehe da, die Übereinstimmung mit unserer Route in Australien herausgefunden. Wir haben sofort online Tickets bestellt – für den Jens einfach gleich mit, denn schließlich wussten wir ja schon, dass er bei uns sein würde – und hatten somit ein festes Date mit den Rockern.
Von dem Weg nach Carrara ins Metricon Stadium haben wir relativ wenig mitbekommen, denn wie wahrscheinlich alle Australien-Reisende, die zum ersten Mal in dem Land sind, haben wir die Distanzen ziemlich unterschätzt, die Trägheit unseres Wohnmobils nicht mit eingerechnet und auch vermutet, dass die Straßenverhältnisse besser seien. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht sind, wir haben da schon ganz anderes erlebt, aber es sind halt doch keine deutschen Autobahnen.
Egal, wir sind jedenfalls pünktlich vor Ort gewesen, haben sogar noch einen Platz auf einem nahe gelegenen Caravanpark bekommen und konnten dann die Strecke zum Stadion zu Fuß zurücklegen, waren zwar gute 45 Minuten, aber direkt beim Stadion hätte man eh nicht parken können.
Der Einlass funktionierte einwandfrei und im Stadion selbst war es dann echt relaxed. Wir suchten uns ein nettes Stehplätzchen im mittleren Mittelfeld. Hier hatten wir gute Sicht auf die Bühne, obwohl man immer noch sehr weit weg war, aber die ganze Show wurde natürlich auch auf große Leinwände projiziert, so dass man von überall gut sehen konnte.
Ich muss gestehen, ein bisschen musste ich ja auch wegen der Vorgruppe unbedingt auf dieses Konzert. Es spielte Tenacious D. Eine Band bestehend aus den amerikanischen Komikern Jack Black und Kyle Gass, genannt Cage. Manche sagen ja, ich hätte gewisse Ähnlichkeit mit Jack Black. Ist das wirklich so?
Na ja, es war jedenfalls ein Spaß die Jungs auf der Bühne zu sehen und man kann durchaus sagen, dass sie das Publikum ganz schön in Fahrt gebracht haben.
Was dann kam, war einfach nur cool. Zweieinhalb Stunden Foo Fighters at it’s best! Die Stimmung im Stadion war großartig, der Sound spitzenmäßig und die Show einfach nur fantastisch. Es ist immer schön, wenn die Künstler einen gewissen Kontakt zum Publikum aufbauen und nicht nur einfach ihr Programm runter rotzen. Da wird auch mal aus dem Nähkästchen geplaudert: wie das war, als er nach dem letzten Konzert im gleichen Stadion auf dem Weg ins Hotel (auf einem Motorroller) von der Polizei angehalten wurde und leider ein Bierchen zu viel hatte, so dass er die Nacht in der Zelle verbringen durfte.
Doch spätestens als Dave Grohl ankündigte, dass nun alle mal ihre Mami zu Hause grüßen dürften, weil die Foos jetzt das Video für ihre neue Single live in diesem Stadion drehen würden, war die Stimmung auf dem Höhepunkt.
Alles in allem waren wir also froh, dass wir die Deutschland-Konzerte der Foo Fighters bisher verpasst haben, denn das, was wir bei diesem Open Air an der Gold Coast erleben durften, war schon wirklich einzigartig.

[media id=23 width=480 height=360]

0

Ankunft in Australien

111208_001

Der Flug mit Emirates war erstklassig. Wenn man den Flieger betritt, glaubt man in ein Luxus-Beduinenzelt einzusteigen. Alles in schönen Sand- und Erdtönen gehalten, kleine Leuchtdioden an der Decke simulieren den Sternenhimmel, das Bordpersonal ist überaus freundlich (und gutaussehend). Kaum dass man sitzt kann es auch schon mit dem Entertainment losgehen. Unzählige Movie, TV und Radioprogramme machen die Reise äußerst kurzweilig und das servierte Essen ist fabelhaft. Erstaunlicherweise war der Preis des Fluges mit der günstigste den wir finden konnten und zusätzlich hatten wir eine Freigepäckgröße von 30 kg pro Person. Da kann man schon was mitnehmen…
Die Landung in Sydney konnte man dann am eigenen Bildschirm live über die Außenkameras am Flugzeug mitverfolgen: butterweich. Daumen hoch für Emirates, I like!
Vom Flughafen ging‘s mit dem Bus zu unserem Hotel für die Nacht. Das war dann eine etwas bessere Jugendherberge und Natascha hat erst mal den Portier rundlaufen lassen, weil laut der Onlinebeschreibung zwar in jedem Zimmer Internet vorhanden sein sollte, es in echt aber so gut wie unbrauchbar war. Wir brauchten es aber. Irgendwie haben wir es dann doch zum Laufen gebracht, waren aber froh, dass wir hier nur eine Nacht bleiben mussten.
Am nächsten Tag gingen dann Jens und ich den Camper abholen, wobei man hier tatsächlich von einem Wohnmobil reden muss: ein riesen Teil mit Platz für eine Kleinfamilie, (die wir ja jetzt auch irgendwie waren), unser Jucy in Neuseeland war dagegen eine Sardinenbüchse. Aber gut so, wir hatten ja auch sechs Wochen vor uns, die wir in diesem Gefährt miteinander verbringen wollten/durften/mussten ;-).
Nachdem wir unser neues mobiles zu Hause also abgeholt und bezogen hatten, verbrachten wir den Rest des Tages noch in Sydney um einiges Organisatorisches zu klären, Vorräte einzukaufen und uns ein wenig zu orientieren. Erst gegen Abend fuhren wir dann wirklich los. Einfach mal raus aus der Stadt und auf den Highway 1 Richtung Norden.  Nach etwa 200 Kilometern hielten wir dann an und verbrachten die Nacht auf einem Rastplatz.
Sehr früh wurden wir am nächsten Morgen von den Schreien und Lauten der Natur außerhalb unserer Wohnung geweckt, schließlich standen wir ziemlich im Wald! Aber auch das war gut, denn nun mussten wir Kilometer machen, schließlich hatten wir zwei Tage später einen Termin an der Gold Coast. Mit den Foo Fighters.

AUSTRALIEN FOTOS – HIER ENTLANG!

0

Australien Bilder

111229_258

Es hat etwas gedauert, aber ich habe es geschaff: die Australien Bilder sind online. Ein ausführlicher Bericht über unsere Erlebnisse in Down Under folgt natürlich, aber dazu brauch ich noch einen Moment. Solange könnt ihr euch aber schon mal die Fotos anschauen ;-)!

 

 

 


HIER geht’s zu den BILDERN!