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Bali Rundreise, Teil 2

Ubud Markt

Von Candidasa machten wir uns auf Richtung Ubud. Ein Ort der ziemlich zentral im Landesinneren von Bali liegt, mitten im Urwald. Ubud ist bekannt für seine schönen Märkte, für unzählige Galerien in denen (ausgesprochen gute) Kopien bekannter Meister verkauft werden und für sein Kunsthandwerk: vornehmlich Holzarbeiten, Schnitzereien und Möbel findet man hier in rauhen Mengen und zu erstaunlich günstigen Preisen.

Doch unsere Weiterfahrt begann wenig erfreulich. Wir machten auf unserem Weg nach Ubud kurz Halt in Pedang Bai. Uns wurde gesagt, es gäbe dort einen netten Strand. Also wollten wir wenigstens einen kleinen Spaziergang machen. Der Strand war, wie alle anderen Strände bisher auch, dann eher mittelmäßig und unser Spaziergang fiel dadurch auch recht kurz aus. Wir fuhren weiter zu einem Tempel den wir besichtigen wollten. Herrlich auf einem Berg gelegen, mit Blick über das Land und raus aufs Meer. Wir hatten die Anlage praktisch für uns allein und sie gab ein tolles Motiv ab. Ich hatte momentan jedoch nur die Pocket-Cam in der Tasche, ging also zurück zum Jeep, um die Spiegelreflex zu holen. Leider war sie jedoch nicht mehr an dem Platz, wo wir sie hin gepackt hatten. Wir räumten das ganze Auto aus und um, suchten an den unmöglichsten Stellen. Nichts. Unauffindbar. Einfach weg. Da auf dem Tempelberg außer uns niemand war und auch niemand gewesen ist als wir dort ankamen, muss uns die komplette Kameratasche in Pedang Bai aus dem Wagen raus geklaut worden sein. Spiegelreflexkamera, inklusive drei Objektive. Außerdem waren noch meine kleine Videocam und mein (kaputter) iPod in der Tasche. Des Weiteren ein paar Kleinigkeiten wie Akkus, Landegerät und Fernauslöser…  Glückwunsch dem Dieb für diese ausgezeichnete Beute.

Wir fuhren zurück zu dem Parkplatz wo wir das Auto abgestellt hatten. Natascha machte kurz den Parkplatzaufseher rund, der natürlich nichts bemerkt hatte, dann zeigten wir den Diebstahl bei der Polizei an, aber nur fürs Protokoll, um was schriftliches zu haben, geschehen wird diesbezüglich natürlich nichts mehr. Mir blieb nur übrig, mich leise von meinen Geräten zu verabschieden, einen Strich drunter zu machen und es eben auf meiner Verlustseite zu verbuchen. Traurig und dennoch irgendwie froh, dass nicht noch mehr geklaut wurde.

Mit etwas getrübter Stimmung fuhren wir nun –wie gesagt- nach Ubud, checkten in unser Hotel ein und gingen noch etwas bummeln um auf andere Gedanken zu kommen. Hier war wieder Leben in den Straßen und wir begannen uns wieder wohler zu fühlen.
Am nächsten Morgen wachte ich von einem merkwürdigen Geräusch auf unserem Balkon auf. Ich stand auf, zog die Gardinen zurück und sah eine ganze Handvoll Affen, die dort rumtobten. Andere saßen ganz gemütlich auf dem Geländer und schienen den schönen Ausblick zu genießen. Ein witziges Bild. Blöd für Natascha, sie hasst Affen. Sorry!
Als wir frühstücken gingen bemerkten wir, dass sich überall auf dem Gelände die Tiere rumtrieben. Auch auf der offenen Frühstücksterasse. Manche waren hier besonders dreist und versuchten den Leuten die Sachen in blitzschnellen Attacken vom Teller zu stibizen, was ihnen nicht selten sogar gelang. Auch mich griffen sie an, doch ich verteidigte meinen Pancake mit Messerund Gabel – und blieb Sieger!

Wir schlenderten durch die Märkte und durch die Einkaufstrassen, ließen uns sogar verleiten ein paar Souvenirs zu kaufen und beschlossen, uns am Abend einen traditionell balinesischen Tanz anzuschauen, der wiederum in einem alten Tempel stattfand. Eine eindrucksvolle Erfahrung in ganz besonderer Atmosphäre. Sowohl die Musik als auch die besondere Art des Tanzes und die prunkvollen Kostüme begeisterten uns sehr. Ich glaube ich habe noch nie jemanden gesehen, der sogar seine Augen tanzen lässt.

Alle Bali-Bilder gibt’s HIER!

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Bali-Rundreise, Teil 1

Pura Bedugul

Bali ist nicht groß. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum und die, die es gibt, sehen nicht sonderlich vertrauenserweckend aus. Taxis hat es zwar mehr als genug, doch die Fahrer sind alle Abzocker. Von dem her war es für uns das Beste, uns einen Mietwagen zu nehmen. So waren wir unabhängig und konnten uns die Insel in unserem Tempo anschauen.
Wir hatten einen kleinen Jeep, der uns problemlos über alle Arten von Straßen brachte und auch bei den teilweise wirklich steilen und kurvigen Bergstraßen nicht schlapp machte. Das Linksfahren waren wir ja aus den vergangenen Monaten schon gewöhnt. Den chaotischen Verkehr kannten wir bereits aus Südamerika; waren somit für Bali bestens gerüstet.

Insgesamt hatte ich fünf Stationen auf unsere Rundreise gesetzt, um einen möglichst guten Überblick über die Insel zu bekommen. An jeder hielten wir uns ca. drei Tage auf, so konnten wir uns überall ein bisschen umsehen ohne totalen Reisestress zu haben.

Nachdem wir also die ersten Tage in Legian (noch ohne Auto) verbrachten, fuhren wir in den Norden. Nach Lovina Beach. Hier war es gleich wesentlich ruhiger als im umtriebigen Süden.
Auf dem Weg dorthin machten wir bei Pura Bedugul Halt und besichtigten einen buddhistischen Tempel, der dort wunderbar an einen See gebaut wurde. Es war wohl gerade Gebetszeit und so kamen wir in den Genuss zu sehen, wie hier etliche Gläubige ihre Opfer darbrachten. Durchaus interessant.

Januar ist gerade die Hauptreisezeit für Bali, so dass die Hotels zum einen sehr unausgelastet und dadurch natürlich besonders ruhig waren, zum anderen waren dadurch natürlich auch die Preise recht moderat. Man muss halt damit rechnen, dass die Sonne nicht immer runterknallt und dass es hin und wieder mal kurz regnet. Die Temperaturen sind trotzdem ständig zwischen 30 und 35 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist dafür enorm, aber auszuhalten.
Wir haben die Ruhe in der Anlage und am Pool genossen und uns einmal den Luxus einer Spa-Behandlung gegönnt. Massage, Peeling und ein gemeinsames Bad in Blumenblüten. Dazu ein heißer Ingwertee… Entspannung pur.

Weiter ging’s an die Ostküste. Nach Candidasa. Hier erwartete uns ein wunderschönes Hotel. Vier Sterne, weitläufiger Garten, großartiges Restaurant, traumhafte Sonnenuntergänge. Leider gab es keinen wirklichen Strand, was jedoch auf Grund des tollen Pools nicht tragisch war. Überhaupt: die Strände in Bali haben uns nicht umgehauen, zumal – wie ja schon erwähnt – sie alle recht schmutzig sind. Schade, aber wahr.

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Scheinbar organisiertes Chaos

Bali-Chaos

Natürlich waren wir nun gespannt auf Bali. Auf die Insel, die Leute, die Landschaft, das Essen den Straßenverkehr. Nachdem wir ja nun ziemlich genau 3 Monate in sehr ordentlichen und geregelten Ländern unterwegs waren (Neuseeland und Australien) erwartete uns nun einmal wieder ein heilloses Durcheinander, in dem trotzdem irgendwie alles funktioniert.
Auf den ersten Blick erinnerte uns Bali an Südamerika. Viele kleine Läden, in denen jeder das gleiche anbietet, aber bei jedem ist die Ware besonders gut und besonders günstig. „Look in my shop“, hört man da überall „ I give you good price, special discout…” Die Sachen sind eigentlich so schon recht günstig und mit dem Sonderrabatt kann man hier wirklich tolle Schnäppchen machen. Blöd nur, wenn man von all dem Feilgebotenen überhaupt nichts braucht und noch weniger gebrauchen kann. Trotzdem macht es Spaß sich alles ganz genau anzuschauen, vielleicht findet man ja doch noch was, wer weiß?!
Es ist ein riesiges Getümmel in den Straßen. Kleinlaster, Autos und vor allem Motorroller drücken sich in alle Richtungen in zwei bis drei Spuren durch die Fahrbahn, die in Europa eine schmale Einbahnstraße wäre. Verkehrsregeln scheint es hier nicht zu geben, oder zumindest interessieren sie niemanden. Einziges unerlässliches Mittel ist die Hupe und somit kommt man hier in den Genuss eines fortwährenden Hupkonzerts. Die Leute schieben sich auf den engen Gehwegen aneinander vorbei, entlang an den Kleider-, Tuch- und Schmuckhändlern, den CD/ DVD-Fälschern und –Kopierern und den unzähligen kleinen Straßenrestaurants. Und es kommt einem so vor, als sei hier sieben Tage die Woche 24 Stunden Highlife.

Wir bahnten uns nun also unseren Weg durch all das Beschriebene, bis wir irgendwann an den Strand von Legian kamen. Ein langer, recht breiter Sandstrand mit tollen Wellen. Sicherlich klasse zum Surfen und Wellenreiten, weniger geeignet zum simplen baden, wenngleich auch das viele hier taten. Was wir jedoch schade fanden, war, dass der Strand leider ziemlich schmutzig war. Viel Plastikmüll, angeschwemmtes Strandgut und sonstiger Abfall nahmen dem eigentlich netten Fleckchen ganz schön seine Attraktivität.
Und so machten wir hier lediglich einen immer noch schönen Spaziergang, aßen auf dem Rückweg eine Kleinigkeit und lernten dann im Hotel noch ein interessantes Ehepaar kennen: ursprünglich aus der Türkei, lange Zeit in Deutschland gelebt und jetzt in Australien ansässig. Mit ihnen verbrachten wir den Abend bei einem gemütlichen Bier und guten Gesprächen.

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Nach Bali

Jetstar

Unser Flug von Sydney nach Bali ging am späten Nachmittag, so dass wir ausschlafen, gemütlich packen und sogar noch einen kleinen Spaziergang zur Harbour Bridge und zum Luna Park machen konnten.  Dann setzten wir uns in die „S-Bahn“ und fuhren zum Flughafen.

Die Idee nach Bali zu fliegen, kam übrigens von unseren Schweizern, Pascal und Monique (seid gegrüßt ;-)), die die Insel auf ihrer Tour auch besuchten und nur Gutes zu berichten hatten.
Doch Natascha wollte mit der Planung nichts zu tun haben, so dass sie alles komplett mir überließ. Sie wollte sich einfach überraschen lassen. Also habe ich mich mal etwas reingehängt und eine nette 3-Wochen Rundreise zusammengestellt.

Wir flogen mit Jetstar, einer Tochtergesellschaft der Qantas, die das Billigreisesegment für den Asia-Australischen Raum abdeckt. Und es ist wie mit allen Billigfliegern: der Preis scheint zunächst unschlagbar günstig zu sein, doch dann kommen die Zusatzkosten. Man darf eigentlich für alles extra bezahlen: Gepäck, Essen, Bordentertainment…
Und so kam es, dass wir direkt beim Einchecken mal wieder zur Kasse gebeten wurden, weil wir einige Kilo an Übergepäck hatten. Leider reagierten wir nicht schnell genug uns die Gepäckstücke nochmal aushändigen zu lassen um das eine oder andere Kilo noch ins Handgepäck umzuschichten, sondern bezahlten einfach was wir schuldig waren und ärgerten uns…

Trotzdem, der Flug war okay und wir kamen wohlbehalten in Denpasar an. Es war schon relativ spät am Abend. Zumindest war dunkel draußen, und als wir dann das Flughafengebäude verließen, kam es uns vor, als liefen wir gegeneine Wand aus Hitze und Feuchtigkeit. Ich glaube, es dauerte keine Minute und ich war klatschnass geschwitzt. Dann kam noch das Diskutieren mit den Taxifahrern um den Fahrpreis. Doch schließlich saßen wir in einem klimatisierten Auto und konnten uns zu unserem Hotel fahren lassen. Das Berry Hotel. Der Name hielt was er versprach: alles in quitschebunten Beerenfarben gehalten, aber richtig cool. Ein recht neues, ordentliches Hotel. Junge, überaus freundliche und hilfsbereite Belegschaft. Schönes Frühstücksbüffet und Pool im Innenhof. Hier konnte man es für ein paar Tage aushalten.

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Blue Mountains & Sydney

Sydney Opera House

Der Australienaufenthalt neigte sich dem Ende. Bevor wir aber zurück nach Sydney fuhren, machten wir noch einen Abstecher in die Blue Mountains. Wieder einmal etwas weg von der Küste, rein ins Landesinnere und in die Berge. Man spürt hier richtig, wie das Klima milder wird, die Temperaturen erträglicher werden und man kann deutlich sehen, wie sich die Vegetation verändert.
Ist man dann oben angekommen, gibt es so manche Aussichtsplätze von denen man eine tolle Sicht über das Land bekommt und man versteht, warum die Gegend Blue Mountains also „Blaue Berge“ genannt wird: schaut man über das dicht bewachsene Gebirgsplateau, scheint alles in einem leicht bläulichem Dunst zu liegen. Dieser wiederum entsteht dadurch, dass die Blätter der Eukalyptusbäume, die hier in großer Artenvielfalt wachsen, ein ätherisches Öl verdunsten, deren feiner Nebel über den Bergen liegt und durch das Tageslicht einen blauen Schimmer verursacht. Das war ein wirklich lohnenswerter Ausflug, zumal wir hier auch nochmal unsere Wanderschuhe auspackten und eine schöne Tour durch die Berge machten. Und – wie hätte es auch anders sein können – wieder einmal  an einem Wasserfall vorbeikamen.

Nun machten wir uns auf zu unserer letzten Station in Australien, die ja auch Ausgangspunkt der Reise war: Sydney.
Eine weitere Großstadt, die, wie jede andere Metropole auch, ihre unverwechselbaren Wahrzeichen hat: die Harbour Bridge und das Opera House.
Unseren ersten Abend in Sydney verbrachten wir aber am Bondi Beach. Ein sehr schöner Strand. Sehr lebhaft, viele kleine Bars und Restaurants, ein kleines „Kulturzentrum“ und eine liebenswürdige Strandpromenade mit Lauf- und Skatemöglichkeiten sowie ein Muckiplätzchen mit öffentlichen Geräten und Gewichten für die Starken, die ganz Starken und die, die es noch werden wollen ;-). Immer wieder lustig mit anzusehen, wie sich die Bodybuilder hier öffentlich abplagen. Außerdem kann man hier einen traumhaften Sonnenuntergang erleben.

Weil unsere Tage in Sydney gezählt waren, wir aber doch möglichst viel sehen wollten, machten wir auch hier eine Stadtrundfahrt mit dem Sightseeing Bus. Das ist einfach toll. Man bekommt alle relevanten Sehenswürdigkeiten gezeigt und gleichzeitig werden kleine Anekdoten und Geschichtliches zur Stadt erzählt. Wo man will, kann man aussteigen, sich den Ort genauer ansehen und in den nächsten Bus wieder einsteigen. Auf diese Art bekommt man wirklich einen guten Überblick über die Stadt.

Nun stand der Tag der Abreise bevor, zumindest für Jens, der schon einen Tag vor uns abflog; wieder zurück nach Deutschland, während Natascha und ich uns kurzfristig dazu entschlossen haben, noch Bali auf unsere Reiseroute mit aufzunehmen.
Es hieß also wieder Taschen und Rucksäcke packen, das Wohnmobil abgeben, vorher aber noch einen kurzen Besuch bei einer lieben Freundin (Christiane) zu machen (wenn auch nur für ein Stündchen), die nun seit mehr als 15 Jahren in Sydney lebt und die ich auch seit mindestens dieser Zeit nicht mehr gesehen hatte. Ein schönes Wiedersehen!

Dann ab zum Flughafen, unseren Reisebegleiter in den Flieger setzen um dann selbst wieder in die Stadt zu fahren, für eine letzte Nacht in ein Hotel einzuchecken und am Abend noch in die Oper zu gehen: Die Zauberflöte. Mozart. Ein nettes Kontrastprogramm zum Foo Fighters Konzert zu Beginn unserer Reise. Ein wunderbares Erlebnis, eine klassisch-moderne Inszenierung in sicherlich einem der faszinierendsten Opernhäuser der Welt.

Hier sind die Australien-Bilder!

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Hillsborough, Brisbane & Surfers Paradise

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In unserem schlauen Reiseführer haben wir gelesen, dass es am Cape Hillsborough etwas ganz besonderes gibt. Bei Sonnenaufgang kommen hier nämlich Kängurus und Wallabys an den Strand um sich ihre tägliche Ration an Vitaminen und Mineralstoffen (;-)) in Form von Meeressalzen abzuholen. In diesem Fall nun also wirklich mal frei lebende Tiere, die nicht in irgendeinem Gehege oder Tierpark gehalten werden, sondern die ganz auf sich alleine gestellt sind.
Für uns hieß das allerdings sehr früh aufstehen, denn die Sonne geht hier etwa um 5.00 Uhr morgens auf. Glücklicherweise gibt es direkt an diesem Strand einen Campingplatz, so dass wir nur einen kleinen Weg ans Meer zurücklegen mussten. Und da waren sie dann tatsächlich. Ein ganzes Rudel von Kängurus, das sich hier tummelte und sich auch von den neugierigen Touristen überhaupt nicht stören ließ. Im Gegenteil, manche schienen sich sehr für die Besucher zu interessieren. Eines schaute sehr gespannt einem Fischer zu, der seine Angel ins Meer hielt, ein anderes hoppelte irgendwann auf uns zu und fläzte sich einfach mal direkt vor uns hin als wolle es sagen: „Los, streichel mich! Jetzt!“ Es war wirklich lustig.

Nachdem wir unser Känguru-Watching beendet hatten, ging es noch für eine kleine Abkühlung in den Pool und dann wieder on the road. Mal wieder nach Brisbane. Natascha und Jens wollten ins Planetarium, während ich mir den dortigen botanischen Garten anschaute. Sehr beruhigend.

Schließlich machten wir uns auf den Weg nach Surfers Paradise. Dieser Ort hat es uns ja auf dem Hinweg schon angetan und wir wollten ihn jetzt einfach noch etwas intensiver kennen lernen. Was wir hier allerdings nicht bedachten war, dass nun Hauptferienzeit in Queensland war und somit auf keinem der vielen Campingplätze auch nur ein einziges Plätzchen mehr frei war. Somit mussten wir uns irgendwie wild durchschlagen und unser Wohnmobil auf irgendwelchen öffentlichen Parkplätzen abstellen. Aber das nahmen wir in Kauf. Und dann stürzten wir uns in das bunte Treiben der Stadt, genossen einmal mehr den traumhaften Strand und ließen es uns einen Abend im Hard Rock Cafe gut gehen.
Doch nach drei Tagen hatten wir davon auch genug und fuhren weiter in das sehr viel ruhigere Ballina, wo wir endlich mal wieder einen ordentlichen Stellplatz hatten, unseren Camper ans Stromnetz anschließen konnten, endlich mal wieder duschen und Wäsche waschen konnten. Blöderweise haben wir ein paar Kleidungsstücke bei unserer Abreise auf der Wäscheleine hängen lassen, was uns aber erst auffiel, als wir schon in Sydney waren. Mal sehen, was uns hierzu noch einfällt… :-(

Alle Australien Bilder gibt’s HIER!

 

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Townsville & Charters Towers

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In Townsville hatten wir wieder Programm. Tierisches Programm, denn wir besuchten das HQ Reef Aquarium. Sozusagen ein Zoo, ausschließlich für Meeresgetier. Vom Clownfisch übers Seepferdchen bis zum Hammerhai ist hier alles vertreten. Man gibt sich große Mühe den Tieren hier ein angenehmes zu Hause zu schaffen. Teilweise kommen hier auch verletzte oder gestrandete Tiere her, werden aufgepeppelt und wieder freigelassen. Eine spezielle Auffangstation gibt es dort jedenfalls für Meeresschildkröten.
Man versucht aber auch, die Besucher aufzuklären wie das Meer funktioniert, welchen Gefahren die Tiere oftmals ausgesetzt sind und was jeder einzelne dazu beitragen kann, dass der natürliche Labensraum der Meeresflora und –fauna nicht noch mehr zerstört wird, als er eh schon ist. Es war ein interessanter, farbenfroher und lehrreicher Vormittag.

Der Nachmittag gehörte dann den in Australien ansässigen Landtieren, für die das Land so bekannt ist: Kängurus, Koalas und Krokodile. Alle zu bewundern im Billabong Sanctuary. Die Kängurus laufen hier frei herum und dürfen von den Besuchern gestreichelt und gefüttert werden. Auch hier werden kleine Vorträge über die Tiere deren Gewohnheiten und Verhaltensweisen gegeben. Dann wird natürlich auch ein bisschen Geld verdient, indem man sich mit einem Wombat auf dem Schoß oder einem Koala auf dem Arm fotografieren lässt. Nur die Krokodile sind und bleiben in ihrem Gehege. Und das ist gut so, denn das sind wirklich furchteinflößende Tierchen mit messerscharfen Beisserchen. Respekt!

Am nächsten Tag fuhren wir nach Charters Towers. Ca. 120 Kilometer im Landesinneren. Hier hat man vor 140 Jahren angefangen nach Gold zu suchen und auch welches gefunden. In der Zwischenzeit ist der große Goldrausch abgeklungen, doch es wird immer noch unter Tage gearbeitet und  in vielen Mienen werden andere Bodenschätze abgebaut. Hier gibt es jeden Abend nach Sonnenuntergang (und der ist hier besonders schön) eine Freilicht-Filmvorführung über die Geschichte der Stadt und gibt einen kleinen Einblick darüber, wie das alles seinen Anfang nahm. Schön gemacht!
Dennoch hat man in Charters Towers den Eindruck, die Zeit sei 1870 stehengeblieben und man fühlt sich ein bisschen so, als sei man im Wilden Westen gelandet. Hier heißt die Bar noch Saloon, im Saloon wird nicht geflippert sondern Bullenreiten veranstaltet, hier trägt man noch Boots und Cowboyhut und wenn die Jungs jetzt noch ihr Pferd draußen anbinden würden, wär die Illusion perfekt. Dafür stehen jedoch große Pickups oder andere PS-starke Wägen vor der Tür.
Es war ein tolles Schauspiel, was wir hier erlebt haben, Fernsehen ist nix dagegen!

HIER SIND DIE AUSTRALIEN BILDER!

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