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Singapur

sauberes Singapur

Wir landeten in Singapur und hatten irgendwie das Gefühl auf einem anderen Planeten zu sein. Es ist ja bekannt, dass Singapur sehr sauber ist, aber in Wirklichkeit ist es nicht nur sauber, sondern rein. Speziell wenn man zuvor in Bali war, wo es dann doch eher ein bisschen schmuddelig ist.
Jedenfalls staunten wir nicht schlecht als wir aus dem Flieger stiegen. Der ganze Flughafen war wie geschleckt und man tat alles dafür, dass das so blieb. Überall wird gekehrt, gewischt, geputzt…
Und das setzte sich genauso fort, als wir aus dem Flughafengebäude herauskamen. Ich glaube, ich habe noch nie so saubere Straßen gesehen, selbst die Baustellen sind so ordentlich, dass man sich fragt, wie die das hier machen.
Alles ist wirklich top in Schuss und gepflegt. Häuser, Gärten, Parkanlagen. Und alle Autos scheinen hier täglich gewaschen und poliert zu werden. Kein Fahrzeug ist älter als 10 Jahre, da die Besitzer sonst immense Steuerbelastungen erwarten. Tatsächlich ist Singapur (nach Japan) weltweit zweitgrößter Exporteur gebrauchter Autos.
Bis vor gar nicht allzu langer Zeit gab es hier Kaugummis nur in Apotheken und nur gegen Vorlage des Ausweises, weil man verhindern wollte, dass überall auf den Straßen ausgekaute Kaugummis kleben die das Stadtbild verunstalten könnten. In der Zwischenzeit hat sich das aber doch gelockert und siehe da, die Stadt ist immernoch blitze-blank.

Nachdem wir in unser Hotel eingecheckt haben, gingen wir los auf unsere erste Shoppingtour. Auch hier gibt es kleinere Märkte, wo alles mögliche angeboten wird: Touristenartikel, billige Shirts und Kleidchen, Fälschungen und Ramschware. Aber das ist alles Pille-Palle im Vergleich zu den riesigen Einkaufszentren, Luxusboutiquen und themenbezogenen Warenhäusern. Da betraten wir beispielsweise ein Gebäude, in dem es auf sieben Stockwerken nichts anderes als Kamera- und Elektroartikel gab. Allein hier hätte man einen kompletten Tag verbringen können.
Und schließlich, auf der Orchard Road, reiht sich Louis Vuitton an Prada, an Rolex, an Gucci und, und, und… Und nicht nur jeweils ein „kleiner Laden“, sondern Shops, die so groß sind wie ein gut sortierter Supermarkt in Deutschland.

Wir schlenderten also so durch die Gegend, konnten uns aber doch einigermaßen zurückhalten was das Einkaufen anging, denn auch wenn viele der hier angebotenen Luxusartikel doch um einiges günstiger zu erwerben sind als „zu Hause“, stellten wir wieder einmal fest: wir brauchen das alles nicht!
Was wir jedoch brauchten, war ein neues Landegerät für meine kleine verbliebene  Ixus  Kamera und einen zusätzlichen Akku, denn diese Dinge waren leider auch mit in der in Bali geklauten Kameratasche.

Singapur gefiel uns richtig gut, auch wenn wir nur drei Tage dort verbrachten. Wieder einmal verschafften wir uns mit dem Sightseeing Bus einen Überblick über die Stadt und wieder einmal hat sich diese Investition gelohnt.

Und nun begann unser Überland Abenteuer in Süd-Ost-Asien, denn von nun an wollten wir uns mit Bus und Bahn fortbewegen. Zum einen, weil diese Transportmittel natürlich um einiges günstiger sind als der Flieger, zum anderen, weil man doch gleich nochmal viel mehr vom Land erlebt als wenn man es nur überfliegt.
Unser nächstes Ziel war Kuala Lumpur. Ca. 10 Stunden mit dem Zug durch Palmenhaine und die sanfte Hügellandschaft Süd-Malaysias.

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Bali Rundreise, Teil 3

Kuta- Beach

Und schon waren wieder fast zwei Wochen vergangen. Von Ubud aus fuhren wir zu unserer letzten Station auf Bali. Nach Denpasar. Hier wollten wir noch ein paar Tage ausspannen, uns nochmal sammeln für die Weiterreise nach Singapur.
Wir versuchten es noch einmal einen Strand zu finden und fuhren zielorientiert Richtung Kuta-Beach. Ein Polizei-Motorroller stoppte uns und erklärte mir, ich hätte eine rote Ampel überfahren. Blöd nur, dass weit und breit keine Ampel zu sehen war. Nun, Korruption und In-die-eigene-Tasche-wirtschaften von Polizeibeamten war uns bestens aus Südamerika bekannt und man hat als Tourist leider selten Chancen aus so einen Nummer als Gewinner hervorzugehen. Daher ist es am einfachsten und unkompliziertesten, man gibt dem Sheriff den verlangten Betrag und alles ist gut. Waren umgerechnet ca. 50.- Euro, ein ordentlicher Betrag für balinesische Verhälnisse, aber was soll’s, wir konnten weiterfahren. Den Strand haben wir an dem Abend nicht mehr gefunden aber ein nettes Restaurant in dem wir gegessen haben.

Den nächsten Tag verbrachten wir größtenteils in unserer Hotelanlage. Im Garten und am Pool. Fuhren jedoch kurz vor Sonnenuntergang noch los nach Tanah Lot. Ein „must see“ auf Bali. Tanah Lot ist ein Tempel, der auf einen Felsen im Meer gebaut ist. Er ist nur zu Fuß und bei Ebbe erreichbar, denn bei Flut schlagen hier die Wellen gegen die Felsen der Bucht.
Eigentlich wollten wir uns dort den Sonnenuntergang anschauen, doch wir verschätzten uns etwas mit der Verkehrssituation, mit der Entfernung und außerdem fuhren wir auch noch einen ungewollten Umweg. Na ja, egal, wir sahen jedenfalls die Sonne über den Reisfeldern untergehen, was auch schon sehr eindrucksvoll war, auch wenn es aus dem fahrenden Auto raus geschah. Bei Tanah Lot angekommen waren wir dann ganz froh, dass wir etwas „zu spät“ kamen, denn uns kamen Menschenmassen aus Richtung des Tempels entgegen. Ich glaube wären wir früher dort gewesen, hätten wir außer den Leuten nichts anderes gesehen. So waren nur noch wenige Besucher in der Bucht, es war Ebbe und es dämmerte noch, so dass wir doch noch ein stimmungsvolles Bild geboten bekamen.

An unserem letzten Bali Tag starteten wir einen ebenso letzten Versuch an den Strand zu kommen. Diesmal nahmen wir ein Taxi, da wir unseren Jeep am Vormittag schon wieder abgegeben hatten. Der Taxifahrer fuhr uns nun nach Kuta und endlich haben wir auch auf Bali einen schönen Strand gefunden. Satter goldgelber Sand, sauber und ordentlich mit einer netten Promenade. Viele erstklassige Hotels die hier ihre Liegen aufgebaut hatten, aber auch Einheimische, die auf dem Strandmarkt alles Mögliche anboten, vom Kühlschrankmagneten bis hin zur Ganzkörpermassage.
Wir gönnten uns einen Eiskaffee in einer Hotel-Strand-Lounge, hörten gechillte Bali-Musik und genossen den Augenblick.

Sehr früh am nächsten Morgen stiegen wir in den Flieger nach Singapur. Wieder mit Jetstar, aber diesmal hatten wir unsere Sachen so gepackt, dass wir keinen Cent an Übergepäck bezahlen mussten. Auf ins Shopping-Paradies!

Alle Bali-Bilder gibt’s HIER!