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Bali-Rundreise, Teil 1

Pura Bedugul

Bali ist nicht groß. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum und die, die es gibt, sehen nicht sonderlich vertrauenserweckend aus. Taxis hat es zwar mehr als genug, doch die Fahrer sind alle Abzocker. Von dem her war es für uns das Beste, uns einen Mietwagen zu nehmen. So waren wir unabhängig und konnten uns die Insel in unserem Tempo anschauen.
Wir hatten einen kleinen Jeep, der uns problemlos über alle Arten von Straßen brachte und auch bei den teilweise wirklich steilen und kurvigen Bergstraßen nicht schlapp machte. Das Linksfahren waren wir ja aus den vergangenen Monaten schon gewöhnt. Den chaotischen Verkehr kannten wir bereits aus Südamerika; waren somit für Bali bestens gerüstet.

Insgesamt hatte ich fünf Stationen auf unsere Rundreise gesetzt, um einen möglichst guten Überblick über die Insel zu bekommen. An jeder hielten wir uns ca. drei Tage auf, so konnten wir uns überall ein bisschen umsehen ohne totalen Reisestress zu haben.

Nachdem wir also die ersten Tage in Legian (noch ohne Auto) verbrachten, fuhren wir in den Norden. Nach Lovina Beach. Hier war es gleich wesentlich ruhiger als im umtriebigen Süden.
Auf dem Weg dorthin machten wir bei Pura Bedugul Halt und besichtigten einen buddhistischen Tempel, der dort wunderbar an einen See gebaut wurde. Es war wohl gerade Gebetszeit und so kamen wir in den Genuss zu sehen, wie hier etliche Gläubige ihre Opfer darbrachten. Durchaus interessant.

Januar ist gerade die Hauptreisezeit für Bali, so dass die Hotels zum einen sehr unausgelastet und dadurch natürlich besonders ruhig waren, zum anderen waren dadurch natürlich auch die Preise recht moderat. Man muss halt damit rechnen, dass die Sonne nicht immer runterknallt und dass es hin und wieder mal kurz regnet. Die Temperaturen sind trotzdem ständig zwischen 30 und 35 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist dafür enorm, aber auszuhalten.
Wir haben die Ruhe in der Anlage und am Pool genossen und uns einmal den Luxus einer Spa-Behandlung gegönnt. Massage, Peeling und ein gemeinsames Bad in Blumenblüten. Dazu ein heißer Ingwertee… Entspannung pur.

Weiter ging’s an die Ostküste. Nach Candidasa. Hier erwartete uns ein wunderschönes Hotel. Vier Sterne, weitläufiger Garten, großartiges Restaurant, traumhafte Sonnenuntergänge. Leider gab es keinen wirklichen Strand, was jedoch auf Grund des tollen Pools nicht tragisch war. Überhaupt: die Strände in Bali haben uns nicht umgehauen, zumal – wie ja schon erwähnt – sie alle recht schmutzig sind. Schade, aber wahr.