0

Bali Rundreise, Teil 2

Ubud Markt

Von Candidasa machten wir uns auf Richtung Ubud. Ein Ort der ziemlich zentral im Landesinneren von Bali liegt, mitten im Urwald. Ubud ist bekannt für seine schönen Märkte, für unzählige Galerien in denen (ausgesprochen gute) Kopien bekannter Meister verkauft werden und für sein Kunsthandwerk: vornehmlich Holzarbeiten, Schnitzereien und Möbel findet man hier in rauhen Mengen und zu erstaunlich günstigen Preisen.

Doch unsere Weiterfahrt begann wenig erfreulich. Wir machten auf unserem Weg nach Ubud kurz Halt in Pedang Bai. Uns wurde gesagt, es gäbe dort einen netten Strand. Also wollten wir wenigstens einen kleinen Spaziergang machen. Der Strand war, wie alle anderen Strände bisher auch, dann eher mittelmäßig und unser Spaziergang fiel dadurch auch recht kurz aus. Wir fuhren weiter zu einem Tempel den wir besichtigen wollten. Herrlich auf einem Berg gelegen, mit Blick über das Land und raus aufs Meer. Wir hatten die Anlage praktisch für uns allein und sie gab ein tolles Motiv ab. Ich hatte momentan jedoch nur die Pocket-Cam in der Tasche, ging also zurück zum Jeep, um die Spiegelreflex zu holen. Leider war sie jedoch nicht mehr an dem Platz, wo wir sie hin gepackt hatten. Wir räumten das ganze Auto aus und um, suchten an den unmöglichsten Stellen. Nichts. Unauffindbar. Einfach weg. Da auf dem Tempelberg außer uns niemand war und auch niemand gewesen ist als wir dort ankamen, muss uns die komplette Kameratasche in Pedang Bai aus dem Wagen raus geklaut worden sein. Spiegelreflexkamera, inklusive drei Objektive. Außerdem waren noch meine kleine Videocam und mein (kaputter) iPod in der Tasche. Des Weiteren ein paar Kleinigkeiten wie Akkus, Landegerät und Fernauslöser…  Glückwunsch dem Dieb für diese ausgezeichnete Beute.

Wir fuhren zurück zu dem Parkplatz wo wir das Auto abgestellt hatten. Natascha machte kurz den Parkplatzaufseher rund, der natürlich nichts bemerkt hatte, dann zeigten wir den Diebstahl bei der Polizei an, aber nur fürs Protokoll, um was schriftliches zu haben, geschehen wird diesbezüglich natürlich nichts mehr. Mir blieb nur übrig, mich leise von meinen Geräten zu verabschieden, einen Strich drunter zu machen und es eben auf meiner Verlustseite zu verbuchen. Traurig und dennoch irgendwie froh, dass nicht noch mehr geklaut wurde.

Mit etwas getrübter Stimmung fuhren wir nun –wie gesagt- nach Ubud, checkten in unser Hotel ein und gingen noch etwas bummeln um auf andere Gedanken zu kommen. Hier war wieder Leben in den Straßen und wir begannen uns wieder wohler zu fühlen.
Am nächsten Morgen wachte ich von einem merkwürdigen Geräusch auf unserem Balkon auf. Ich stand auf, zog die Gardinen zurück und sah eine ganze Handvoll Affen, die dort rumtobten. Andere saßen ganz gemütlich auf dem Geländer und schienen den schönen Ausblick zu genießen. Ein witziges Bild. Blöd für Natascha, sie hasst Affen. Sorry!
Als wir frühstücken gingen bemerkten wir, dass sich überall auf dem Gelände die Tiere rumtrieben. Auch auf der offenen Frühstücksterasse. Manche waren hier besonders dreist und versuchten den Leuten die Sachen in blitzschnellen Attacken vom Teller zu stibizen, was ihnen nicht selten sogar gelang. Auch mich griffen sie an, doch ich verteidigte meinen Pancake mit Messerund Gabel – und blieb Sieger!

Wir schlenderten durch die Märkte und durch die Einkaufstrassen, ließen uns sogar verleiten ein paar Souvenirs zu kaufen und beschlossen, uns am Abend einen traditionell balinesischen Tanz anzuschauen, der wiederum in einem alten Tempel stattfand. Eine eindrucksvolle Erfahrung in ganz besonderer Atmosphäre. Sowohl die Musik als auch die besondere Art des Tanzes und die prunkvollen Kostüme begeisterten uns sehr. Ich glaube ich habe noch nie jemanden gesehen, der sogar seine Augen tanzen lässt.

Alle Bali-Bilder gibt’s HIER!