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NZ – Die Südinsel Teil 2

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Wir haben lange hin- und herüberlegt, wie wir nun weiter rumreisen wollten, wenn Jens bei uns ist. Schließlich kam der ja nicht nur mit einem Handgepäcktäschchen. Und wir waren uns deswegen nicht sicher, ob der Camper, den wir hatten, größenmäßig ausreichen würde. Doch wir gingen das Risiko ein, verlängerten kurzerhand unseren Jucy und hofften, dass wir alles unterbekommen würden. Und wenn einer einen Camper packen kann, dann Jens, unser Buschef.
Wir verbrachten also unsere letzte Nacht zu zweit (zumindest für die nächsten 8 Wochen) auf einem Campingplatz in Christchurch um am nächsten Morgen pünktlich am Flughafen zu sein. Da standen wir dann. Die Maschine landete und nach und nach dröppelten die Passagiere raus. Nur der Jens kam nicht. Doch wir warteten…und warteten….und warteten. Bis sich die Schiebetüren doch nochmal öffneten und unser Freund durchmarschierte. Allerdings in Begleitung einer freundlichen Flughafenangestellten, die uns erklärte, dass Jensons Koffer leider den Weg in das Flugzeug nicht gefunden habe und noch in Singapur sei. Es würde am nächsten Tag kommen und uns nachgeliefert werden. Zum Glück hatten wir schon eine ziemlich genaue Vorstellung dessen, wo wir dann sein würden, so dass wir das direkt angeben konnten.
So kam Jens also doch (erst mal) nur mit einem Handgepäcktäschchen zu uns. Wir freuten uns riesig ihn zu sehen und nach einer ausgiebigen Willkommenszeremonie starteten wir durch nach Hanmer Springs, wo wir unserem Neuankömmling etwas Zeit zum Eingewöhnen geben wollten. In Hanmer Springs sind heiße Quellen und man hat dort ein astreines Thermalbad hin gebaut, wo wir am nächsten Tag auch gleich hingingen und einfach nur in den verschiedenen Pools relaxten, ein bisschen die Wasserrutschen unsicher machten und mal einen Kaffee zwischendurch schlürften.
Als wir am Abend zum Campingplatz zurück kamen, war dann auch Jensons Koffer nachgeliefert worden. Also, alles wieder vollständig und wir konnten endlich den Camper richtig „beladen“. Hat funktioniert!
Zwei Tage später ging es weiter nach Westport wo wir uns tatsächlich nochmal mit Monique und Pascal verabredet hatten. Kaum, dass wir zur Stadt reingefahren sind trafen wir uns auch schon ohne dass wir einen Treffpunkt ausgemacht hätten. Schön war’s unsere Schweizer wieder zu sehen. Wir kauften ein für ein großes BBQ am Abend, grillten wie die Weltmeister, machten noch einen Verdauungs-Strand-Spaziergang und spielten dann Karten.
Am nächsten Tag hieß es dann aber endgültig Abschied nehmen, denn bei M&P stand die Weiterreise auf die Nordinsel an. Das Wetter passte: es regnete wie aus Kübeln.
Unser Trio machte sich dafür auf den Weg nach Motueka. Ein Örtchen an der Nordküste. Klein, nett, überschaubar. Und scheinbar immer gutes Wetter. Hier blieben wir länger als eigentlich geplant und haben so einiges unternommen: Wandern im Abel Tasman Nationalpark, eine Fahrradtour am Strand von Motueka entlang, eine vom Campingplatz angebotene Weintour zu verschiedenen Winzereien der Region und einen Ausflug ans Cape Farewell. Wunderschöne Gegend!
Dann war der wilde Westen an der Reihe. Immer an der Küste entlang ging es über Greymouth und Hokitika nach Franz Josef, wo wir uns den gleichnamigen Gletscher anschauten. Einer der wenigen Gletscher auf der Welt die noch wachsen, oder vielmehr „wieder“ wachsen. Ebenso der nicht weit entfernte Fox Gletscher, an dem wir tags darauf waren. Na ja, wir hielten an einem Parkplatz, von dem aus wir einen 15-minütigen Fußmarsch zu einem Aussichtspunkt machten, von dem aus wir den Gletscher sehen konnten. Ich glaube die wahren Ausmaße dieser riesigen Schneezunge kann man nur erahnen…
Es wurde mal wieder Zeit für eine kleine Pause und so quartierten wir uns in Wanaka ein. Erholten uns ein wenig von den „Fahr-Strapazen“ der letzten Tage, gingen etwas shoppen und fütterten die campingplatzeigenen Enten. Ich glaube hier hab ich gemerkt, dass ich diese Tiere total gern hab. Nicht nur knusprig gebacken auf dem Teller, sondern auch in echt, lebendig ;-).
Und langsam aber sicher gingen wir unserer Abreise aus Neuseeland entgegen.  Wir hatten nur noch wenige Tage und mussten uns so langsam auf den Rückweg nach Christchurch begeben.
Unsere letzte Etappe führte uns entlang am Lake Pukaki zum Mount Cook. Majestätisch steht er da. Schneebedeckt. Einfach nur staunen und „Mund-nicht-mehr-zu-kriegen“! Wir machten noch eine mehrstündige Wanderung durch etwas unwegsames, aber wunderschönes Gelände, um dem Berg noch etwas näher zu kommen.
Am Abend fuhren wir dann weiter zum Lake Tekapo, wo wir nächtigten und am nächsten Tag die dortigen Therme besuchten, bevor es endgültig nach Christchurch ging.
Eine letzte Nacht in unserem giftgrünen Jucy auf unserem bereits bekannten Campingplatz. Wir packten unsere Koffer und bereiteten soweit alles vor um tags darauf nur noch den Camper abgeben zu müssen und uns zum Flughafen zu begeben. Klappte alles tadellos.
Nun wartete der nächste Kontinent auf uns: Australien! Ein neues Abenteuer, eine neue Kategorie in unserem Blog!

Neuseeland-Bilder – HIER entlang!

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NZ – Die Südinsel Teil 1

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Ich muss mich mal ein bisschen ranhalten, da ich mit den Blogeinträgen ziemlich hinterher hinke. Daher werde ich nun unsere Erlebnisse auf der Südinsel etwas zusammenfassen und auf Bildergalerien verlinken.

Christchurch – hier waren wir wieder mit unseren Schweizern (Monique & Pascal) verabredet um die nächste Zeit mit ihnen zusammen zu verbringen. Von nun an bildeten wir einen kleinen Camper-Convoy ;-).
Wir schauten uns ein wenig die Stadt an, oder das was nach den Erdbeben der vergangenen Monate von ihr übriggeblieben ist. Es ist etwas bedrückend und man merkt, dass das Leben hier nie wieder so sein wird wie vor den Naturkatastrophen (ganz aktuell – 24.12.2011 – bebte es erneut. Wieder wurden einige Menschen verletzt und es entstand großer Sachschaden.)
Man versucht zwar in Normalität zurückzufinden, doch das will nicht so ganz funktionieren.

Wir fuhren zunächst wieder Richtung Norden, nach Kaikoura. Ein nettes Städtchen mit vielen Möglichkeiten für Touristen. Wir schauten uns Robben auf der Peninsula an, fuhren mit dem Schiff zum Whalewatching raus, was leider wegen stürmischer See abgebrochen werden musste ohne einen Wal gesehen zu haben (Vomex die Dritte). Natascha ist in weiser Voraussicht gar nicht erst mitgefahren. Dafür ist sie am nächsten Tag mit Delfinen geschwommen.

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Durch das Landesinnere ging es nun wieder südwärts.In Moeraki schauten wir uns am Strand die Riesensteinkugeln an, die noch von der letzten Eiszeit hier übriggeblieben sind, fuhren dann weiter nach Dunedin, wo wir lecker Steak gegessen haben. Am nächsten Morgen führen wir zum Royal Albatross Center am Taiaroa Head wo wir uns die Riesenvögel anschauen wollten. Doch wie so oft wollte man viel Geld von uns, damit wir Vögel sehen konnten, was wir uns schließlich sparten und weiterfuhren Richtung

Invercargill. Unterwegs kamen wir am Kaka-Point vorbei, was immer das ist und machten einen Abstecher zum Leuchtturm von Nugget Point, wo wir Pelzrobben und Gelbaugenpinguine beobachtet haben. In Invercargill regnete es leider ziemlich heftig, so dass wir lediglich nächtigten um dann nach Te Anau zu fahren, von wo aus wir einen Ausflug zum Milford Sound machten. Bei fantastischem Wetter fuhren wir den Fjord entlang, bis raus auf die tasmanische See. Um uns herum Wasserfälle, die von schneebedeckten Bergen stürzten. Ein grandioses Naturschauspiel.

Wir fuhren dann noch mit Monique und Pascal bis Queenstown, wo sich unsere Wege (erstmal) trennen sollten, denn Natascha und ich mussten zurück nach Christchurch um unseren lieben Jens vom Flughafen abzuholen. Er wird uns für zwei Monate auf unserer Reise begleiten. Noch zwei Wochen in Neuseeland und sechs Wochen in Australien.
Somit hieß es erstmal Abschied nehmen, aber wir hielten uns die Option für ein weiteres Treffen offen.

 

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Mitfahrzentrale Rachel

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Wir legten in Picton an und waren mehr als glücklich das Schiff endlich verlassen zu dürfen. Doch nun standen wir immer noch vor unserem Mobilitätsproblem.
Durch die Verspätung der Fähre war mittlerweile Eile geboten, da sämtliche Mietwagenstationen in Picton eigentlich schon lang geschlossen hatten. Sie mussten aber zumindest auf die Kunden warten, die einen Wagen reserviert hatten (zu denen wir ja leider nicht gehörten). Dennoch klapperten wir einen Vermieter nach dem anderen ab und bekamen überall dasselbe zu hören: entweder „Wir haben keine Autos mehr zur Verfügung“ oder „Wir vermieten nur für mindestens drei Tage“ und „…wenn Sie das Auto hier mieten und in Christchurch abgeben, kommt noch die Einweg-Gebühr obendrauf“. Das war so frustrierend. Was sollen wir mit einem Auto für drei Tage, wo wir doch am nächsten Tag schon unseren Campervan bestellt hatten? Aber wir mussten eben unbedingt noch am selben Tag nach Christchurch.
So langsam hatten alle anderen Vorbesteller ihre Autos bekommen, nur ein junger Mann irrte noch ähnlich verzweifelt umher, wie wir das taten. Also sprach ich ihn an, ob er auch noch einen Wagen brauchte, was er bejahte. Und wo er denn hin müsse? „Nach Christchurch.“ Cool, und dann? Nichts und dann, er wohne dort. Perfekt! So schien es doch noch eine Lösung für unser Problem zu geben: wir mieteten ein Auto für drei Tage, teilten die Kosten durch drei und konnten am nächsten Tag unseren Camper holen, während Iuben (so hieß unsere neue Bekanntschaft) den Mietwagen zum fälligen Zeitpunkt wieder in Christchurch abgab. Das Ganze hat uns zwar ein paar NZ-Dollar gekostet, war aber für uns alle eine akzeptable Lösung.

Spaßig wurde jetzt noch das Beladen unseres Gefährts. Es war ein nagelneuer Toyota Yaris(!), gerade mal 37 km auf dem Tacho. Ein 3-Türer. Natascha und ich mit „Weltreisegepäck“ und Iuben – ein Hobby-DJ – mit Reisetasche und großem Turntable-Koffer. Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben alles in diese kleine Karre rein zu bekommen, aber was muss das muss und so konnten wir uns endlich auf die Fahrt nach Christchurch machen, wo wir etwa um Mitternacht ankamen.
Wir brachten Iuben heim und bezogen selbst Quartier in einer Jugendherberge. Am nächsten Morgen fuhren wir unseren Camper holen und brachten dann den Yaris wieder zu unserem Mitfahr-DJ, der ihn zwei Tage später ordnungsgemäß zur Autovermietung zurückbrachte. Alles war wieder gut!

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Vomex die Zweite

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Ein stürmischer Tag in Wellington. Heute geht unsere Fähre Richtung  Südinsel. Das Wetter: stürmisch und eisig kalt. Wir begeben uns zum Hafen um unsere Sachen einzuchecken und die Fähre in Augenschein zu nehmen.
Trotz des Sturms liegt die riesige Fähre wie ein Brett im Hafen und wir atmen erleichtert auf. Dem Schiff kann keine Welle etwas anhaben und die Überfahrt wird wohl ruhig werden.
Nach einem kurzen Frühstück in der Stadt geht es los. Sollte es losgehen aber unsere Fähre legt wegen starkem Seegang mit einer halben Stunde Verspätung ab. Bei der Durchsage „schwerer Seegang“ schlucken wir schon mal. Eine halbe Stunde später sieht man am Bug des Schiffes nichts mehr als eine Wellenwand und die Fähre schlingert bedrohlich. Also: Vomex! Die Wirkung lässt diesmal sehr lange auf sich warten und obwohl der Seegang so stark ist sitzen wir lieber draußen nachdem die ersten Mitreisenden in den Kabinen das Würgen anfangen. Ich habe mich sicherheitshalber mal mit einer Plastiktüte ausgestattet – man will ja nichts schmutzig machen.
Das Meer beruhigt sich schlagartig als wir in die Malbourough Sounds einbiegen. In dem Fjord das nach Picton führt ist alles ruhig und wir schlafen – Vomex sei Dank- völlig erschöpft in unseren Sitzen ein.

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Wellington – charmante Hauptstadt

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Unsere Fahrt nach Wellington dauerte erwartungsgemäß lang. Wieder einmal hatten wir über unseren Lieblingsanbieter hotels.com ein Quartier vorgebucht, um uns stundenlanges Suchen vor Ort zu ersparen. Als wir nach Wellington einfuhren, stellten wir jedoch fest, dass keiner von uns beiden so schlau war, sich die Adresse des Hotels zu merken, was zur Folge hatte, dass wir erst mal ein Internetplätzchen suchen mussten um zu unserem Hotel zu finden.
Das gelang uns schließlich auch und wir bezogen Zimmer Nummer 417 (genauso fühlte es sich mittlerweile auch an). In der vierten Etage. Geräumig, sauberes Bad, großes Fenster und bequemes Bett. Da kann man schon mal drüber weg sehen, dass sich die Tapete von den Wänden löste…

Hier war unsere letzte Station auf der Nordinsel Neuseelands und hier blieben wir zwei Tage, um dann die Fähre auf die Südinsel zu nehmen.
Vorher schauten wir uns noch die Stadt etwas genauer an. Ein hübsches Städtchen und wir nannten es gleich das „San Francisco Neuseelands“. Zum einen, weil hier viele hübsche Häuschen stehen, die uns vom Baustil sehr an SF erinnerten, zum anderen, weil es auch hier sehr hügelig ist. Und nicht zuletzt deswegen, weil Wellington – genauso wie San Francisco – in höchstem Maße erdbebengefährdet ist, denn ziemlich genau über dem Stadtzentrum schieben sich die pazifische und die australische Kontinentalplatten übereinander, was früher oder später ganz schön zu rumpeln verspricht.
Auch sonst ist Wellington echt nett und nicht umsonst wird es das kulturelle Zentrum Neuseelands genannt. Hier treffen sich Businessleute und Künstler, Studenten und Lebenskünstler, Hausbesetzer und Touristen. Es gibt viele Theater und hohe Bürokomplexe, eine große Einkaufsmeile für die besser betuchten, ein alternatives Viertel mit abgefahrenen Läden für die noch abgefahreneren Leute, die hier leben, und jede Menge Bars, Restaurants, Pubs und Kneipen. Wellington macht Spaß!
Nur das Wetter war ziemlich durchwachsen. Es war ziemlich nasskalt und mal wieder sehr windig, aber das waren wir ja in der Zwischenzeit von Neuseeland gewohnt. Aber nun wurde uns auch klar, warum Gummistiefel auf Englisch „Wellington“ – kurz „Welli“ – genannt wird.

Wir schauten uns also alles ein bisschen an und kümmerten uns dann um einen Mietwagen für die Südinsel, mit dem wir von Picton (wo unsere Fähre anlegte) nach Christchurch fahren wollten um dort unseren bereits gebuchten Campervan zu übernehmen. Den Nordinselwagen mussten wir noch in Wellington abgeben, wir wollten uns die Transportkosten für das Auto auf der Fähre sparen.
Nun standen wir vor einem Problem: Scheinbar hatte keine Autovermietung in Picton mehr verfügbare Autos  und die, die welche hatten, hatten eine Mindestbuchungsdauer von vier Tagen. Wir brauchten den Wagen aber nur für einen Tag! Wie gesagt: um nach Christchurch zu kommen. Eine schnelle Lösung für dieses Problem schien es nicht zu geben, daher bestiegen wir einfach mal die Fähre und ließen alles Weitere auf uns zukommen. Wird sich schon alles weisen. Und hier begann gleich ein neues Abenteuer…

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Tongariro Nationalpark – Napier – Wellington

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In Taupo blieben wir zwei Nächte. Wollten uns einfach einmal wieder etwas ausruhen. Wir hatten ein Hotel direkt am Lake Taupo und wir waren froh in diesem blockhausartigen Gebäude zu sein, weil draußen ein wahnsinniger Wind ging. Nicht einmal ein kleiner Spaziergang war an dem Tag mehr möglich.
Am nächsten Tag schien die Sonne und wir konnten von Taupo aus den schneebedeckten Ruhapehu (2797m) sehen. Ein wunderschöner Anblick. Und somit machten wir uns auf den Weg in den Tongariro Nationalpark. Immer am Ufer des Lake Taupo entlang. Wir genossen die gemütliche Fahrt und ließen uns auch nicht von irgendwelchen Neuseeländern beirren, die uns beim Überholen  ihr nacktes Hinterteil aus dem Autofenster entgegen streckten.
Der Tongariro Nationalpark ist ein beliebtes Ziel für Wintersportler, die – wenn es in Europa Sommer wird – nach Neuseeland kommen und hier weiter trainieren. Als wir hier waren, war jedoch die neuseeländische  Wintersaison (zum Glück) doch vorbei. Aber Schnee liegt hier ganzjährig!
Wir entschieden uns für eine „kleine“ Wanderung. Und, man glaubt es kaum, sie ging zu einem Wasserfall. Die Taranaki Falls. Ein angenehmer Weg ohne größere Steigungen oder Kletterpartien. Einfach, und dennoch wunderschön.

Noch am selben Tag hatten wir einige Kilometer Fahrstrecke zurückzulegen, da wir uns tags darauf Napier anschauen wollten. Wir hatten – wie eigentlich immer – schon im Voraus ein Hotelzimmer über’s Internet gebucht. Diesmal in Hastings, etwa 20 km außerhalb von Napier.
Kurvige Bergstraßen verlangsamten unsere Fahrt etwas, so dass wir erst relativ spät in Hastings ankamen, aber wir haben es geschafft.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Napier einer netten kleinen Stadt an der Ostküste der Nordinsel Neuseelands und ist bekannt dafür, meistens gutes Wetter zu haben.  Korrekt, denn auch an diesem Tag strahlte die Sonne und es war richtig schönes T-Shirt und kurze Hosen Wetter. Wir hielten irgendwo am steinigen Strand und frühstückten zum Klang der Wellen.
Anschließend ging’s in die City, ein bisschen durch die Fußgängerzone schlendern und die hübschen Art Déco Häuschen bestaunen, sich ein kleines Schächtelchen Sushi genehmigen um dann auch schon wieder auf die Reise nach Wellington aufzubrechen. Nach der Fahrt nach Napier wollten wir an diesem Tag etwas früher an unserem Ziel sein. Vor uns lagen 330km. Und das kann sich in Neuseeland ganz schön ziehen.

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Paihia – Rotorua – Taupo

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An unserem letzten Tag in Paihia haben wir noch eine kleine Wanderung unternommen. Es ging mal wieder zu einem Wasserfall – naja, ein Fällchen – die Haruru Falls. Die waren jetzt nicht sonderlich spannend, aber der Weg war schön. Durch Mangrovenhaine und durch Felder wild wachsender Calas. Am Wasserfallwaren dann die Möwen das Interessanteste. So verweilten wir kurz und gingen den selben Pfad zurück um anschließend wieder Richtung Auckland zu fahren, wo wir die Nacht verbrachten.

Tags darauf fuhren wir weiter nach Rotorua, wo wir ein Zimmer in einem Backpacker Hostel gebucht hatten. Wow, wenn der Raum 6m² hatte, war’s viel. Da hat man die Türe aufgemacht und konnte sich ins Bett fallen lassen. Mehr war da auch nicht. Am Abend sind wir noch ins SPA gegangen. Auch das war etwas gewöhnungsbedürftig. Rotorua ist bekannt für seine geothermische Aktivität. Hier sind überall kleine Geysire und heiße  Quellen, brodelnde Tümpel und die Luft ist erfüllt vom Schwefelgeruch.
Hell’s Gate ist ein „Park“, wo man diese Aktivitäten genauer besichtigen kann. Das sieht echt abgefahren aus. Wie auf einem anderen Planeten.  Das Wasser in den Teichen köchelt und dampft vor sich hin. Schlammlöcher blubbern und pupsen und ringsherum sind bizarre Stein- und Felsformationen. Es dauert ein bisschen, bis man sich an den Geruch gewöhnt hat, aber dann macht’s Spass.
Auch der Mount Tarawera ist hier ums Eck. Ein Vulkan, der 1886 zuletzt ausbrach und die Gegend etwas umgestaltete. Die Fahrt dorthin ging durch dichten Wald, riesige Farne und Bäume, bis man am Lake Tarawera den Blick auf den Vulkan präsentiert bekommt. Mal wieder sehr beeindruckend.

Wir fuhren noch weiter bis Taupo machten aber zwischendurch noch an weiteren Wasserfällen Halt: den Huka Falls. Hier ist mächtig Druck dahinter, denn Wasser, das sich vorher auf einen 100m breiten Fluss verteilt, muss sich nun durch eine 15m breite Schlucht pressen. Ein toller Sound und ein schönes Schauspiel. Die Farbe des Wassers ist eisblau.

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