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Bye Bye Paraguay

Sonnenuntergang bei Santa Rosa

Man hat uns den Abschied wirklich nicht leicht gemacht. Ein halbes Jahr durften wir in Santa Rosa verbringen. Am Anfang war es etwas gewöhnungsbedürftig, aber als man sich so auf die Eigenheiten eingestellt hat, ist einem das Land, das Örtchen und die Leute doch sehr ans Herz gewachsen.

Wir haben uns oft unterhalten und uns gefragt, ob wir hier bleiben und leben könnten. Und wir waren uns ziemlich einig, dass 6 Monate genug sind und man dann wieder froh ist, in die Zivilisation zu kommen.
Würde man uns heute fragen, würden wir wahrscheinlich einstimmig sagen: „Klar könnten wir hier bleiben und leben!“

Nochmals DANKE liebe Santa Rosaner für die tolle Zeit mit euch, wir werden auch euch vermissen! Aber wer weiß was noch kommt… alles ist offen und nichts ist sicher!

Das war vorerst der letzte Sonnenuntergang in Santa Rosa.

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Laguna Blanca

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Nun waren wir fast 6 Monate in Paraguay und so langsam aber sicher neigt sich unser Aufenthalt hier dem Ende. Schade einerseits, andererseits werden wir nun den zweiten Teil unserer Reise antreten und da werden noch spannende Ziele auf uns warten.

Wir haben viel erlebt in Südamerika. So manches mit- und durchgemacht. Schönes, Beeindruckendes und Kurioses gesehen. Aber vor allem haben wir hier wahnsinnig liebe Menschen getroffen und wirklich neue Freunde gefunden.

Paraguay selbst ist nun nicht gerade das Land der großen Kultur. sightseeing wird hier eher kleingeschrieben, doch es gibt hier ein Plätzchen, das man gesehen haben muss. Es ist die Laguna Blanca. Ein etwas beschwerlicher Weg über Sand und Buckelpisten führt einen an ein kleines Naturreservat. Ein wunderschöner See mit glasklarem Wasser und weißem Sand. Nach all der Zeit hier haben wir es doch noch geschafft herzukommen.
Auch wenn ich wegen meinem Gips nur bis zum Oberschenkel ins kühle Nass konnte, der Weg hat sich gelohnt.

Ein klein bisschen Karibikfeeling mitten in Paraguay!

Mehr BILDER gibt’s HIER!

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OP lief gut!

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Für alle, die mich noch nicht auf facebook in meinem feschen Hemdchen gesehen haben. Es geht mir gut, die OP hat gut geklappt, wenn auch die letzten Tage zuvor etwas aufregend waren, denn ich musste kurzfristig den Arzt wechseln, weil mein eigentlich vorgesehner plötzlich selber mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus lag. Die OP schien also ins Wasser zu fallen.
Aber der Rachel wär nicht der Rachel, wenn er nicht sofort eine Notfalllösung hätte. Vor kurzem haben Freunde zufällig einen Handspezialisten aus Asuncón kennengelernt, der sich mir spontan annahm und aufgrund meines Zeitdrucks (Weiterreise) sich auch gleich dazu bereiterklärte mich zu operieren. So konnte der geplante 08.08. also doch wahrgenommen werden.

In knapp vier Stunden wurden mir also erneut diverse Schnitte am Arm gesetzt und Sehnen aus der Unterseite des Arms in die Oberseite verlagert, gut zusammengenäht und mit einem heftigen Gips in einer noch heftigeren Stellung erst mal stillgelegt. Zunächst für 2 Wochen, dann werden die Fäden gezogen und ich bekomme einen Kunststoffgips, der dann hoffentlich etwas leichter ist als der, den ich jetzt habe.

Ich hoffe, ich übersteh die nächsten 10 Tage bis der Gips gewechselt wird. Wir haben hier mal wieder Temperaturen von ca. 35°C. Das ist kein Spaß. Und wenn es da drunter mal anfängt zu jucken, dreht man fast durch.

 

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Hand-News

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So, nun wollte ich euch mal kurz auf den neuesten Stand bringen. War jetzt noch ein paar mal bei meinem Physiotherapeuten in Asuncion zur Behandlung. Er ist sehr zufrieden mit meinem Arm und sagt, ich mache große Fortschritte.
Vor 10 Tagen war ich ja auch bei meinem „Schönheitschirurgen“. Der sagte, ich müsse meine Sehnen noch etwas gedehnter bekommen, damit er genug „Material“ hat, wenn er sie dann verlagert. Hab jetzt am Montag nochmal Termin bei ihm. Ich habe also viel geübt die letzten Tage und hoffe, dass das nun ausreicht. Wenn er zufrieden ist, könnte ich am 08.08. operiert werden. Muss eine Nacht im Krankenhaus bleiben und darf dann wieder springen. Bekomme allerdings für drei Wochen einen Gips, damit die Hand ruhiggestellt ist und die Sehne wirklich richtig gut zusammenwachsen und heilen kann. Diese Zeit werden wir noch in Santa Rosa verbringen und voraussichtlich ab 01.09. nach Asunciòn umziehen, um die Intensivphysio zu beginnen. Denn ich muss meiner Sehne beibringen, dass sie nun eine völlig andere Bewegung auszuführen hat wenn ich sie ansteuere, als die letzten 38 Jahre. Hab dafür zwar nur 10-12 Tage Zeit, aber das geht nunmal nicht anders.
Am 15.09. geht unser nächster Flug: nach Toronto, Kanada. Der einstmals geplante Trip durch Bolivien mußte zugunsten der Gesundheit leider gecancelt werden.

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Winter aus – Sommer an

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Auf manche Dinge kann man sich nicht vorbereiten – jedenfalls nicht wirklich. Auf Winter in den Tropen zum Beispiel, vielleicht weil das für uns Europäer in unserer Vorstellung nicht zusammengeht – Winter und Tropen …?!

So hatten wir also auch keine Vorstellung als unsere lieben Freunde versucht hatten uns vorzuwarnen: Winter in den Tropen ist kein Spaß, das wird richtig, richtig kalt!
Richtig, richtig kalt – klar! Mit einem überlegenen Lächeln waren wir sicher: als Europäer aus den Tiefen des Schwarzwalds wissen wir, was richtiger Winter ist!
Das möchten wir an dieser  Stelle noch einmal revidieren. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass der Winter hier so heimtückisch ist: keine farbenfrohe Laubfärbung die den nahenden Winter ankündigt, kein Weihnachtsgebäck in den Regalen, das schon mal darauf hinweist  „jetzt wird‘s gemütlich“,  sondern ein plötzlicher Südwind von den Anden und Eiseskälte!

Als die Temperatur auf -2 Grad gefallen war und die tropischen Pflanzen im Garten den Geist aufgegeben hatten, war auch uns klar: Winter in den Tropen ist kein Spaß! Mein Immunsystem hat sich den Pflanzen angepasst und ebenfalls den Geist aufgegeben. Mit Fieber und einer heftigen Mandelentzündung ging’s erst mal ab ins Bett.
Leider haben die Häuser keine Heizung, leider sind sie auch nicht isoliert, leider haben wir keine Fensterscheiben, leider ist die Luftfeuchtigkeit auch im Winter extrem hoch und die Kälte kriecht in den letzten Winkel. Leider ist die Klimaanlage ausgefallen und leider hat auch der Gasheizstrahler einen Defekt gehabt. Es ist kaum möglich sich warm zu halten. Da hilft nur eine Schicht Kleidung über der anderen zu tragen und auch in der Nacht immer schön ein Mützchen auf, um den Kopp warm zu halten. Wäsche trocknen war dann leider auch nicht. Unser Bild gibt einen Eindruck, wie wir es trotzdem versucht haben.
Von einem Tag auf den anderen war der Winter genauso schnell vorbei, wie er gekommen war – die Temperaturen sind auf 33 Grad hochgeschossen und unser Kreislauf in den Keller gefallen. Wir haben es unserem Hund gleichgetan und lagen nur rum. Ich hab mich erst mal schwer erkältet, aber wenn wir das hier überleben, sind wir echt abgehärtet.

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Neue Videos!

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Lange keine neues Video gepostet und dann gleich zwei. Wahrscheinlich sehr zur Freude aller, die sich schon durch die Wasserfallbilder geklickt haben, jetzt auch noch Bewegtbildimpressionen.

Außerdem: Ein kleiner Eindruck dessen wie man hier reist und wie die paraguayischen Stewardessen im Bus aussehen ;-).

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Hand Update

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Vielen Dank nochmal für eure Anteilnahme an meinem „kleinen Unfall“, der ja eigentlich gar nicht so klein war….
Mittlerweile sind 7 Wochen vergangen, meine Knochen heilen soweit ganz ordentlich und auch die Narbe in meiner Ellenbeuge ist recht gut verheilt.

Sorgenkind ist und bleibt jedoch meine Hand. Ich habe in der Zeit nach der OP viel Physiotherapie gemacht. Elektrotherapie und Lympfdrainagen…
Vor vor 2 Wochen war ich nochmal bei meinem Operationsarzt in Asuncion. Zur Nachkontrolle. Der sagte mir dann aber, dass der Nerv meiner Hand nicht nur leicht angeknackst, sondern komplett zerstört sei. Er formulierte es so: „It was like an explosion in your arm!“ Also der Nerv wird von selber nicht mehr zusammenwachsen.

Momentan habe ich eine sogenannte Fallhand. Bedeutet: Ich kann weder die Hand noch die Finger nach oben bewegen, sie hängt leider immer nur nach unten. Eine Handschiene hilft mir das Handgelenk wenigstens etwas zu entlasten.

Um die Hand jedoch wieder einsatzfähig zu bekommen, werde ich mich also nochmal operieren lassen müssen. Ich wurde bereits an einen Spezialisten verwiesen, der sich dieses Eingriffs annehmen wird. Da wird dann eine Sehnenverlagerung vorgenommen. Dabei wird eine Sehne meines Unterarms nach oben verlagert und dort mit meinen Handsehnen (Handgelenk, Langfinger und Daumen) verbunden, so dass diese wieder bewegt werden können. (Das ist jetzt natürlich sehr vereinfacht erklärt.)

Das Ganze werde ich auch hier in Paraguay machen lassen. Ich hoffe, dass ich in 6 – 8 Wochen so weit bin, dass das gemacht werden kann, denn anschließend heißt es nochmal Therapie. Denn schließlich muss die Sehne, die die letzten 38 Jahre von meinem Gehirn den Befehl bekommen hat: „Handgelenk beugen!“ nun mein Handgelenk strecken und das erfordert viel, viel Arbeit und Diszplin. Aber das bekomm ich hin. Und wenn alles gut geht, werde ich meine Hand wieder zu 90 – 95% normal bewegen können.

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