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OP lief gut!

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Für alle, die mich noch nicht auf facebook in meinem feschen Hemdchen gesehen haben. Es geht mir gut, die OP hat gut geklappt, wenn auch die letzten Tage zuvor etwas aufregend waren, denn ich musste kurzfristig den Arzt wechseln, weil mein eigentlich vorgesehner plötzlich selber mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus lag. Die OP schien also ins Wasser zu fallen.
Aber der Rachel wär nicht der Rachel, wenn er nicht sofort eine Notfalllösung hätte. Vor kurzem haben Freunde zufällig einen Handspezialisten aus Asuncón kennengelernt, der sich mir spontan annahm und aufgrund meines Zeitdrucks (Weiterreise) sich auch gleich dazu bereiterklärte mich zu operieren. So konnte der geplante 08.08. also doch wahrgenommen werden.

In knapp vier Stunden wurden mir also erneut diverse Schnitte am Arm gesetzt und Sehnen aus der Unterseite des Arms in die Oberseite verlagert, gut zusammengenäht und mit einem heftigen Gips in einer noch heftigeren Stellung erst mal stillgelegt. Zunächst für 2 Wochen, dann werden die Fäden gezogen und ich bekomme einen Kunststoffgips, der dann hoffentlich etwas leichter ist als der, den ich jetzt habe.

Ich hoffe, ich übersteh die nächsten 10 Tage bis der Gips gewechselt wird. Wir haben hier mal wieder Temperaturen von ca. 35°C. Das ist kein Spaß. Und wenn es da drunter mal anfängt zu jucken, dreht man fast durch.

 

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Hand-News

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So, nun wollte ich euch mal kurz auf den neuesten Stand bringen. War jetzt noch ein paar mal bei meinem Physiotherapeuten in Asuncion zur Behandlung. Er ist sehr zufrieden mit meinem Arm und sagt, ich mache große Fortschritte.
Vor 10 Tagen war ich ja auch bei meinem „Schönheitschirurgen“. Der sagte, ich müsse meine Sehnen noch etwas gedehnter bekommen, damit er genug „Material“ hat, wenn er sie dann verlagert. Hab jetzt am Montag nochmal Termin bei ihm. Ich habe also viel geübt die letzten Tage und hoffe, dass das nun ausreicht. Wenn er zufrieden ist, könnte ich am 08.08. operiert werden. Muss eine Nacht im Krankenhaus bleiben und darf dann wieder springen. Bekomme allerdings für drei Wochen einen Gips, damit die Hand ruhiggestellt ist und die Sehne wirklich richtig gut zusammenwachsen und heilen kann. Diese Zeit werden wir noch in Santa Rosa verbringen und voraussichtlich ab 01.09. nach Asunciòn umziehen, um die Intensivphysio zu beginnen. Denn ich muss meiner Sehne beibringen, dass sie nun eine völlig andere Bewegung auszuführen hat wenn ich sie ansteuere, als die letzten 38 Jahre. Hab dafür zwar nur 10-12 Tage Zeit, aber das geht nunmal nicht anders.
Am 15.09. geht unser nächster Flug: nach Toronto, Kanada. Der einstmals geplante Trip durch Bolivien mußte zugunsten der Gesundheit leider gecancelt werden.

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Hand Update

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Vielen Dank nochmal für eure Anteilnahme an meinem „kleinen Unfall“, der ja eigentlich gar nicht so klein war….
Mittlerweile sind 7 Wochen vergangen, meine Knochen heilen soweit ganz ordentlich und auch die Narbe in meiner Ellenbeuge ist recht gut verheilt.

Sorgenkind ist und bleibt jedoch meine Hand. Ich habe in der Zeit nach der OP viel Physiotherapie gemacht. Elektrotherapie und Lympfdrainagen…
Vor vor 2 Wochen war ich nochmal bei meinem Operationsarzt in Asuncion. Zur Nachkontrolle. Der sagte mir dann aber, dass der Nerv meiner Hand nicht nur leicht angeknackst, sondern komplett zerstört sei. Er formulierte es so: „It was like an explosion in your arm!“ Also der Nerv wird von selber nicht mehr zusammenwachsen.

Momentan habe ich eine sogenannte Fallhand. Bedeutet: Ich kann weder die Hand noch die Finger nach oben bewegen, sie hängt leider immer nur nach unten. Eine Handschiene hilft mir das Handgelenk wenigstens etwas zu entlasten.

Um die Hand jedoch wieder einsatzfähig zu bekommen, werde ich mich also nochmal operieren lassen müssen. Ich wurde bereits an einen Spezialisten verwiesen, der sich dieses Eingriffs annehmen wird. Da wird dann eine Sehnenverlagerung vorgenommen. Dabei wird eine Sehne meines Unterarms nach oben verlagert und dort mit meinen Handsehnen (Handgelenk, Langfinger und Daumen) verbunden, so dass diese wieder bewegt werden können. (Das ist jetzt natürlich sehr vereinfacht erklärt.)

Das Ganze werde ich auch hier in Paraguay machen lassen. Ich hoffe, dass ich in 6 – 8 Wochen so weit bin, dass das gemacht werden kann, denn anschließend heißt es nochmal Therapie. Denn schließlich muss die Sehne, die die letzten 38 Jahre von meinem Gehirn den Befehl bekommen hat: „Handgelenk beugen!“ nun mein Handgelenk strecken und das erfordert viel, viel Arbeit und Diszplin. Aber das bekomm ich hin. Und wenn alles gut geht, werde ich meine Hand wieder zu 90 – 95% normal bewegen können.

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Kleiner Unfall

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Vielleicht wundert sich der eine oder andere schon, warum die Rachels denn so lang nichts von sich hören lassen, es wird doch nichts passiert sein.
Nun, es gab leider tatsächlich einen Zwischenfall, in den ich verwickelt war, weshalb der Blog ein wenig hinten angestellt werden musste.

Ich habe mir bei einem Motorradunfall den linken Arm gebrochen und musste in Asunciòn operiert werden.
Mit zwei Titanplatten und 10 Schrauben wurden sowohl Elle als auch Speiche wieder zusammengeschustert und auch den Ellenbogen hat man wieder an die Stelle gebracht, wo er sein soll. Leider ist aber auch der Nerv, der für das Beugen der Hand und der Finger zuständig ist, kaputt, so dass ich in nächster Zeit einiges an Physiotherapie absolvieren muss.
Aber das wird schon wieder und sonst geht’s mir wirklich gut. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Macht euch daher bitte keine Sorgen!

Die Reise wird also wie geplant fortgesetzt und ich hoffe, dass ich euch bald weitere Neuigkeiten posten kann.

Bis dahin liebe Grüße
Kai