Foo Fighters – Das Konzert

22. Januar 2012 Von Kai

Ich weiß nicht, wie lange Natascha und ich schon darauf warteten, die Foo Fighters einmal live zu erleben. Bei den letzten Konzerten, die die Band in Deutschland spielten, kam uns immer was dazwischen: 2008 mussten wir uns entscheiden, ob wir heiraten wollten, oder auf ein Rockkonzert gehen. Wir haben uns fürs heiraten entschieden (zum Glück)! Und 2011 waren wir schon in Südamerika, als sich Mr. Dave Grohl und Bandkollegen wieder nach Deutschland trauten. Das hat uns dann schon ein bisschen geärgert, aber Natascha hat einfach mal den Tourneeplan studiert und siehe da, die Übereinstimmung mit unserer Route in Australien herausgefunden. Wir haben sofort online Tickets bestellt – für den Jens einfach gleich mit, denn schließlich wussten wir ja schon, dass er bei uns sein würde – und hatten somit ein festes Date mit den Rockern.
Von dem Weg nach Carrara ins Metricon Stadium haben wir relativ wenig mitbekommen, denn wie wahrscheinlich alle Australien-Reisende, die zum ersten Mal in dem Land sind, haben wir die Distanzen ziemlich unterschätzt, die Trägheit unseres Wohnmobils nicht mit eingerechnet und auch vermutet, dass die Straßenverhältnisse besser seien. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht sind, wir haben da schon ganz anderes erlebt, aber es sind halt doch keine deutschen Autobahnen.
Egal, wir sind jedenfalls pünktlich vor Ort gewesen, haben sogar noch einen Platz auf einem nahe gelegenen Caravanpark bekommen und konnten dann die Strecke zum Stadion zu Fuß zurücklegen, waren zwar gute 45 Minuten, aber direkt beim Stadion hätte man eh nicht parken können.
Der Einlass funktionierte einwandfrei und im Stadion selbst war es dann echt relaxed. Wir suchten uns ein nettes Stehplätzchen im mittleren Mittelfeld. Hier hatten wir gute Sicht auf die Bühne, obwohl man immer noch sehr weit weg war, aber die ganze Show wurde natürlich auch auf große Leinwände projiziert, so dass man von überall gut sehen konnte.
Ich muss gestehen, ein bisschen musste ich ja auch wegen der Vorgruppe unbedingt auf dieses Konzert. Es spielte Tenacious D. Eine Band bestehend aus den amerikanischen Komikern Jack Black und Kyle Gass, genannt Cage. Manche sagen ja, ich hätte gewisse Ähnlichkeit mit Jack Black. Ist das wirklich so?
Na ja, es war jedenfalls ein Spaß die Jungs auf der Bühne zu sehen und man kann durchaus sagen, dass sie das Publikum ganz schön in Fahrt gebracht haben.
Was dann kam, war einfach nur cool. Zweieinhalb Stunden Foo Fighters at it’s best! Die Stimmung im Stadion war großartig, der Sound spitzenmäßig und die Show einfach nur fantastisch. Es ist immer schön, wenn die Künstler einen gewissen Kontakt zum Publikum aufbauen und nicht nur einfach ihr Programm runter rotzen. Da wird auch mal aus dem Nähkästchen geplaudert: wie das war, als er nach dem letzten Konzert im gleichen Stadion auf dem Weg ins Hotel (auf einem Motorroller) von der Polizei angehalten wurde und leider ein Bierchen zu viel hatte, so dass er die Nacht in der Zelle verbringen durfte.
Doch spätestens als Dave Grohl ankündigte, dass nun alle mal ihre Mami zu Hause grüßen dürften, weil die Foos jetzt das Video für ihre neue Single live in diesem Stadion drehen würden, war die Stimmung auf dem Höhepunkt.
Alles in allem waren wir also froh, dass wir die Deutschland-Konzerte der Foo Fighters bisher verpasst haben, denn das, was wir bei diesem Open Air an der Gold Coast erleben durften, war schon wirklich einzigartig.

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