Nach Santa Rosa

11. April 2011 Von Kai

So, zunächst mal dankt Natascha für die vielen lieben gute Besserungswünsche. Sie hat sich mittlerweile etwas erholt, auch wenn sie noch immer nicht ganz gesund ist. Am Mittwoch bin ich daher erst mal allein nach Santa Rosa gefahren, wo wir ja bereits von Freunden erwartet wurden. So konnte ich einen guten Teil unserers Gepäcks schon mal dort abliefern.Natascha fühlte sich noch nicht wirklich transportfähig, wollte aber auch nicht, dass ich nur dasitze, die Zeit totschlage und Händchen halte. Und ehrlich gesagt, langsam aber sicher wär mir auch die Decke auf den Kopf gefallen und so machte ich schon mal auf den Weg

Santa Rosa liegt ca. 4,5 Busstunden nördlich von Asunción. Die Strecke habe ich in einem konfortablen Reisebus zurück gelegt. Voll klimatisiert. Angenehme Sitze. Ordentliche Beinfreiheit und während der ganzen Fahrt Eddie Murphy Filme auf dem Bordfernseher. (Komisch: der spricht hier spanisch 😉 ?!)
Die Fahrt hat 50.000 Guaranies gekostet, was umgerechnet nicht ganz 10.- Euro entspricht.

Nachdem wir dann doch zwei Wochen in Asunción verbracht haben, tat es gut mal wieder aus der Stadt raus zu kommen. Die erste Stunde der Fahrt war zwar noch ziemlich städtisch, doch dann lag plötzlich Paraguay vor mir:
Leicht hügeliges Land, viel Weide mit Rindern, teilweise Sumpfgebiete, dann wieder Strecken die fast ein bisschen an den Schwarzwald erinnern, nur dass die Tannen hier Palmen sind. Was mich ja besonders fasziniert hat, war die rote Erde die es hier gibt. Die sieht so fruchtbar aus, als würde hier alles von alleine wachsen.(Was es natürlich nicht tut. Ein bisschen muß man schon noch selber machen und genau das ist wohl das Problem des Paraguayers: er ist nicht sehr arbeitsam um nicht faul zu sagen.

An der Straße sind immer wieder kleine Ortschaften in denen sowohl Passagiere als auch fliegende Händler zusteigen, die dann alles nur erdenkliche im Bus verkaufen. Vom Schnitzelbrötchen über Getränke bis hin zu DVDs, Taschenlampen und Unterhosen. Und es ist egal wie voll der Bus ist. Selbst wenn der Gang voll mit Leuten steht – die Händler drücken sich durch. Beim nächsten Halt steigen sie dann wieder aus, dafür kommen neue rein. Das geht so über die komplette Distanz. Sehr witzig.

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