NZ – Die Südinsel Teil 2

30. Dezember 2011 Von Kai

Wir haben lange hin- und herüberlegt, wie wir nun weiter rumreisen wollten, wenn Jens bei uns ist. Schließlich kam der ja nicht nur mit einem Handgepäcktäschchen. Und wir waren uns deswegen nicht sicher, ob der Camper, den wir hatten, größenmäßig ausreichen würde. Doch wir gingen das Risiko ein, verlängerten kurzerhand unseren Jucy und hofften, dass wir alles unterbekommen würden. Und wenn einer einen Camper packen kann, dann Jens, unser Buschef.
Wir verbrachten also unsere letzte Nacht zu zweit (zumindest für die nächsten 8 Wochen) auf einem Campingplatz in Christchurch um am nächsten Morgen pünktlich am Flughafen zu sein. Da standen wir dann. Die Maschine landete und nach und nach dröppelten die Passagiere raus. Nur der Jens kam nicht. Doch wir warteten…und warteten….und warteten. Bis sich die Schiebetüren doch nochmal öffneten und unser Freund durchmarschierte. Allerdings in Begleitung einer freundlichen Flughafenangestellten, die uns erklärte, dass Jensons Koffer leider den Weg in das Flugzeug nicht gefunden habe und noch in Singapur sei. Es würde am nächsten Tag kommen und uns nachgeliefert werden. Zum Glück hatten wir schon eine ziemlich genaue Vorstellung dessen, wo wir dann sein würden, so dass wir das direkt angeben konnten.
So kam Jens also doch (erst mal) nur mit einem Handgepäcktäschchen zu uns. Wir freuten uns riesig ihn zu sehen und nach einer ausgiebigen Willkommenszeremonie starteten wir durch nach Hanmer Springs, wo wir unserem Neuankömmling etwas Zeit zum Eingewöhnen geben wollten. In Hanmer Springs sind heiße Quellen und man hat dort ein astreines Thermalbad hin gebaut, wo wir am nächsten Tag auch gleich hingingen und einfach nur in den verschiedenen Pools relaxten, ein bisschen die Wasserrutschen unsicher machten und mal einen Kaffee zwischendurch schlürften.
Als wir am Abend zum Campingplatz zurück kamen, war dann auch Jensons Koffer nachgeliefert worden. Also, alles wieder vollständig und wir konnten endlich den Camper richtig „beladen“. Hat funktioniert!
Zwei Tage später ging es weiter nach Westport wo wir uns tatsächlich nochmal mit Monique und Pascal verabredet hatten. Kaum, dass wir zur Stadt reingefahren sind trafen wir uns auch schon ohne dass wir einen Treffpunkt ausgemacht hätten. Schön war’s unsere Schweizer wieder zu sehen. Wir kauften ein für ein großes BBQ am Abend, grillten wie die Weltmeister, machten noch einen Verdauungs-Strand-Spaziergang und spielten dann Karten.
Am nächsten Tag hieß es dann aber endgültig Abschied nehmen, denn bei M&P stand die Weiterreise auf die Nordinsel an. Das Wetter passte: es regnete wie aus Kübeln.
Unser Trio machte sich dafür auf den Weg nach Motueka. Ein Örtchen an der Nordküste. Klein, nett, überschaubar. Und scheinbar immer gutes Wetter. Hier blieben wir länger als eigentlich geplant und haben so einiges unternommen: Wandern im Abel Tasman Nationalpark, eine Fahrradtour am Strand von Motueka entlang, eine vom Campingplatz angebotene Weintour zu verschiedenen Winzereien der Region und einen Ausflug ans Cape Farewell. Wunderschöne Gegend!
Dann war der wilde Westen an der Reihe. Immer an der Küste entlang ging es über Greymouth und Hokitika nach Franz Josef, wo wir uns den gleichnamigen Gletscher anschauten. Einer der wenigen Gletscher auf der Welt die noch wachsen, oder vielmehr „wieder“ wachsen. Ebenso der nicht weit entfernte Fox Gletscher, an dem wir tags darauf waren. Na ja, wir hielten an einem Parkplatz, von dem aus wir einen 15-minütigen Fußmarsch zu einem Aussichtspunkt machten, von dem aus wir den Gletscher sehen konnten. Ich glaube die wahren Ausmaße dieser riesigen Schneezunge kann man nur erahnen…
Es wurde mal wieder Zeit für eine kleine Pause und so quartierten wir uns in Wanaka ein. Erholten uns ein wenig von den „Fahr-Strapazen“ der letzten Tage, gingen etwas shoppen und fütterten die campingplatzeigenen Enten. Ich glaube hier hab ich gemerkt, dass ich diese Tiere total gern hab. Nicht nur knusprig gebacken auf dem Teller, sondern auch in echt, lebendig ;-).
Und langsam aber sicher gingen wir unserer Abreise aus Neuseeland entgegen.  Wir hatten nur noch wenige Tage und mussten uns so langsam auf den Rückweg nach Christchurch begeben.
Unsere letzte Etappe führte uns entlang am Lake Pukaki zum Mount Cook. Majestätisch steht er da. Schneebedeckt. Einfach nur staunen und „Mund-nicht-mehr-zu-kriegen“! Wir machten noch eine mehrstündige Wanderung durch etwas unwegsames, aber wunderschönes Gelände, um dem Berg noch etwas näher zu kommen.
Am Abend fuhren wir dann weiter zum Lake Tekapo, wo wir nächtigten und am nächsten Tag die dortigen Therme besuchten, bevor es endgültig nach Christchurch ging.
Eine letzte Nacht in unserem giftgrünen Jucy auf unserem bereits bekannten Campingplatz. Wir packten unsere Koffer und bereiteten soweit alles vor um tags darauf nur noch den Camper abgeben zu müssen und uns zum Flughafen zu begeben. Klappte alles tadellos.
Nun wartete der nächste Kontinent auf uns: Australien! Ein neues Abenteuer, eine neue Kategorie in unserem Blog!

Neuseeland-Bilder – HIER entlang!