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Rom – zum vorläufig letzten Mal Europa

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Der Flug in die italienische Metropole verlief unspektakulär. Geflogen sind wir mit Air Europa. Nie zuvor gehört, war aber ok. Kaum waren wir auf Flughöhe gingen bei mir die Augen zu und eigentlich erst zur Landung wieder auf. In Rom wechselten wir mit einer kleinen Bahn von Terminal G nach H, wo wir uns zunächst auf die Such nach etwas Essbarem machten. Und was könnte das in Italien anderes  sein als Pasta. Die Portionen waren zwar nicht so üppig, der Preis angemessen, das Ambiente dafür umso stilvoller. Weiße Ledersitze, große Fensterfront, vor der ein großer Flieger nach dem anderen startete oder landete und nebenher am Horizont die Sonne unterging.

Danach ging unsere Suche nach einer Internetverbindung weiter. Und hier fanden wir wenigstens eine Surf-Station, an der wir für 2.- Euro 10 Minuten Zeit bekamen das nötigste zu regeln. Und es hat geklappt. Nach gefühlten neun Minuten Ladezeit erschien endlich mein  Mailpostfach in dem wir die erhoffte Nachricht fanden: „…holen euch am Flughafen in Asuncion ab… haben euch eine Unterkunft besorgt… bis später!“ Na also.

Die letzten drei Stunden bis zum transatlantischen Flug konnten wir nun sehr beruhigt verbringen. Gegen 22.00 Uhr bestiegen wir also unsere Boing 777 und verließen Europa. Diesmal mit Alitalia. Vor uns lagen knappe 12 Stunden Flugzeit. Ankunft in Sao Palo 6.00 Uhr Ortszeit (-4.00 h MEZ). Nach dem langen Sitzen im engen Flieger hatte Natascha zwar etwas Probleme mit dem Kreislauf, doch das haben wir in Griff bekommen. Schließlich hatten wir in Brasilien wieder 3 Stunden Aufenthalt.

Unser Gepäck wurde übrigens in Madrid bereits bis Asuncion eingecheckt, so dass wir uns darum nicht mehr kümmern mussten. Lediglich wir mussten uns in Sao Paulo noch unsere Boarding-Pässe für den letzten Flug nach Paraguay besorgen. Das war easy ;-).

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Abflug – Wir sind dann mal weg

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Dienstag Morgen, 22.03.2011. Heute war es also soweit. Unser Road Trip wurde heute um das Luftverkehrsmittel erweitert. Wir haben die Nacht nicht weit weg vom Flughafen auf einem spannenden öffentlichen Parkplatz verbracht. Nun herrschte Aufbruchsstimmung. Wir haben noch einmal unsere Gepäckstücke überprüft und hofften, dass wir das vorgeschriebene Höchstgewicht einhalten würden. (Es ist uns gelungen ;-)). Dann hat uns Jens zum Terminal 2 gebracht. Er hat uns so weit begleitet und so viel für uns getan, dass wir gar nicht wissen, wie wir ihm danken sollen…
Und dann hieß es Abschied nehmen, natürlich nicht für immer, aber zumindest mal für eine ganze Weile…

Und das geht an alle unsere Freunde die wir nun für lange Zeit nicht mehr sehen werden:
WIR WERDEN EUCH VERMISSEN!!!

Jens ist mit uns bis zur Sicherheitskontrolle gekommen, wo sich unsere Wege dann endgültig trennten. Ein sehr rührender Moment und für Natascha und mich der Augenblick, an dem nun wirklich UNSERE Reise losging.

Nun galt es noch eine Möglichkeit zu finden Online zu gehen, um noch einmal Mails zu checken. (Ich erwartete eine wichtige Nachricht von unserer Kontaktperson in Paraguay, die ich vor unserer Abreise nicht bekommen habe.) Doch es war uns nicht möglich auf dem Flughafen in Madrid eine Verbindung herzustellen. Vielleicht würde es uns in Rom gelingen, da haben wir ja noch 5 Stunden Aufenthalt. Für uns hieß das einfach cool zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass schon alles gut werden würde. Ansonsten müssten wir halt mal wieder improvisieren. Es bleibt also spannend, aber was erwartet ihr auch von uns? Sollte etwa einmal einfach alles nur wie am Schnürchen klappen???
Wär doch langweilig, oder?!

Dazu bald mehr…

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Von Barcelona nach Madrid

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Der Stellplatz war nun nicht so malerisch wie der die Nacht zuvor, doch er hatte einen entscheidenden Pluspunkt: es gab eine warme Dusche. Und nachdem wir alle nacheinander im Regenschrank waren und uns wenigstens mit einem Kaffee gestärkt haben, war wieder die Straße unser zu Hause.

Der Weg raus aus Barcelona führte uns an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei, so dass wir wenigstens etwas Kultur dieser spanischen Metropole schnuppern konnten. Doch das ist wohl eine Stadt, die irgendwann mal einen extra Trip verdient hat.

Etwas außerhalb der Stadt deckten wir uns in einem großen Supermarkt noch mit Lebensmitteln ein, machten noch auf dem Supermarktparkplatz ein etwas improvisiertes aber überaus leckeres Frühstücks-Brunch-Buffet-Happening und weiter ging’s nach Madrid, wo wir am Abend wie geplant einrollten.

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Unser erster Tag

Blick auf Avignon

Irgendwann spät in der Nacht, irgendwo in Spanien war dann auch unser Fahrer mal müde und machte halt auf einem kostenlosen Wohnmobil-Rastplatz. Nach kurzem Umbau des Vehikels wurde eine agreable 3-Personen-Koje geschaffen, wo wir alle innerhalb von wenigen Sekunden tief und fest schliefen.

Der nächste Morgen erwartete uns mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Unser Rastplatz befand sich direkt an einem Fluss und wir hatten alles für uns allein. Nach einem stärkendem Frühstück ging es wieder auf die Straße. Kleines Zwischenziel: Avignon. Ja genau, da wo sie auf der Brücke „toutes en rond“ tanzen, und wo vor dem ehemaligen Papstpalast am Sonntagmittag Salsa-Disco ist. Kein Witz! Aber es war ein lohnender Ausflug und es tat gut, sich wenigstens etwas die Füße zu vertreten, denn es lag noch eine weite Strecke vor uns: wir wollten noch die spanische Grenze passieren und die Nacht in Barcelona verbringen.

Was uns auch gelang, selbst wenn wir etwas Probleme hatten, den Stellplatz für die Nacht zu finden. Doch wir haben es geschafft und es uns nicht nehmen lassen, auch nachts um eins noch die lang ersehnten Würstchen zu grillen und zu essen um im Anschluss daran direktemang und totmüde in die Heia zu fallen.

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Jetzt sind wir weg

Verabschiedung

So, jetzt ist es also soweit. Wir befinden uns bereits auf unserer Reise und so langsam fangen wir an zu realisieren, was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Schon verrückt das alles, aber wir sind überzeugt, dass das kommende Jahr für uns sehr spannend verlaufen wird.

Schon bei unserem Auszug aus unserer Wohnung in good old Oberndorf haben wir festgestellt, dass wir mehr als nur chaotisch sind. Unser lieber Kasi bringt es wohl auf den Punkt wenn er sagt: “Ihr zwei, ihr seid sowas von verstrahlt!“ Womit er wohl recht hat, denn von „organisiert“ kann man bei dieser letzten Aktion ganz bestimmt nicht mehr sprechen.
Und dennoch, wieder einmal hat Dank der Hilfe unserer Freunde alles doch noch geklappt. Und das, obwohl sogar ich – der normalerweise die Ruhe in Person ist – zwischendurch mal wirklich kurz vorm Ausrasten war. Noch einmal DANKE an Kasi und Nicole, an Oli und Marie, an Maria und Michael und natürlich an Jensi, unseren treuen Freund und Retter in jeder Not.

Mit mehrstündiger Verspätung sind wir am Samstag endlich losgekommen. Ein Verabschiedungskommitee hat uns Farewell gewunken, aber wahrscheinlich wollten sie nur sicher gehen, dass wir nun wirklich und endgültig „on the road“ sind. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn die erste Etappe unseres Trips wurde mit dem VW-Bus zurückgelegt. Ziel: Madrid, denn von da aus ging unser erster Flug. Nach Rom!!! Wie bitte? Fragt nicht, wir verstehen es auch nicht aber als wir unseren Flug nach Asunción, Paraguay, buchten, war der von Madrid aus über Rom und Sao Paulo, Brasilien, das günstigste was wir finden konnten, da ließ sich auch nichts dran ändern. Glaubt uns, wir haben es versucht…

Also hat sich Jensi mal wieder bereit erklärt Chauffeur zu spielen und hat uns den ganzen weiten Weg nach Spanien gebracht. Und wir durften endlich mal miterleben, wie das so ist, drei Tage in einem Busle zu leben. Natürlich sind wir nicht nur auf der Strasse gewesen. Wir haben auch Rast gemacht.

Dazu später mehr.

 

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Der Countdown läuft

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So, ihr Lieben,

der Countdown läuft. In 10 Tagen fährt unser „Busle“ los Richtung Madrid/Spanien. Wo wir zwischendurch noch Rast machen, wissen wir noch nicht genau.Wir lassen das Abenteuer einfach mal vom ersten Tag an beginnen.

Bis es aber wirklich los geht, gibt es immernoch wahnsinnig viel zu tun. Auch wenn der größte Teil der Wohnungseinrichtung bereits weggeschafft wurde, bleibt uns nach wie vor der „letzte Rest“, den wir hier noch zum Leben brauchen. Unser Bett, ein paar Klamotten, eine kleine Küchenausstattung und mein Rechner. Einiges steht hierschon abholbereit in Kartons verpackt herum und wartet darauf, an sinen neuen Bestimmungsort zu kommen, aber wir haben eben auch nur zwei Arme und Beine, darum alles schön der Reihe nach.

Wenigstens haben wir die Wohnung bereits komplett neu gestrichen. Wieder einmal dank vieler lieber Helferlein, mit denen wir die Aktion an nur einem Tag durchziehen konnten.
Morgen kommt der Keller dran! Das wird ein Spaß. Eigentlich sollte ich den Entrümpeler kommen lassen. Da werde ich wohl einige Fuhren zu den verschiedenen Entsorgungsstationen machen.

So denn, bleibt immer schön bei uns.
Wir sind dann mal weg!

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Der erste Eintrag

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Freunde der Reise,

lange haben wir von einer Weltreise geträumt. Und irgendwann haben wir angefangen unseren Traum zu realisieren: und zwar durch diszipliniertes Geld-auf-die-Seite-legen, durch Sparen. Erst in kleinen Schritten, doch von Monat zu Monat wurde aus dem „…schaun wir mal wie’s läuft…“ ein immer konkreter werdender Plan. Und wenn man erst mal angefangen hat und sieht, wie sich die Reisekasse langsam aber sicher und kontinuierlich füllt, merkt man auf einmal: hoppla, das klappt ja, da kann was draus werden.
Zweieinhalb Jahre haben wir das nun eisern durchgezogen und uns vor etwa einem Jahr einen konkreten Zeitpunkt gesetzt, wann die Reise losgehen soll. Tja, jetzt sind es noch ziemlich genau 3 Wochen bis unser erster Flieger geht. Von Madrid nach Asuncion, Paraguay.

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist und genauso unglaublich, was wir in dieser Zeit alles zu tun und erledigen hatten (und noch immer haben):
Reiseplanung, Dokumente, Visa(?), Impfungen, Ämter und Behördengänge, Kündigung von Versicherungen, Telefon/Internet, Abos und der Wohnung. Wohin mit all dem Zeugs das wir haben? Wo kann man mal eben für ein Jahr einen kompletten Haushalt unterstellen? Und das ist noch längst nicht alles… Doch wenn man sich kümmert, ist alles zu schaffen.
An dieser Stelle besonderen Dank an Natascha, die ihr ganzes Organisationstalent einbrachte, damit auch wirklich an alles gedacht wurde. Und Danke an unsere Familien und all unsere Freunde, die uns immer unterstütz und geholfen haben wo es nur ging. Ihr seid fantastisch!

Nun sind wir tatsächlich in den letzten Zügen der Vorbereitung. In unserer Wohnung ist schon vieles gepackt und am kommenden Wochenende soll der „große Umzug“ starten. Danach werden wir noch 2 Wochen mit einer spartanischen Ausrüstung in unserer Wohnung hausen. Nur noch mit dem, was wir unbedingt brauchen: ein Bett, ein Rechner, bisschen Musik und eine Küchengrundausstattung. Das wird uns vielleicht schon ein bisschen auf unsere Reise vorbereiten, denn auch da werden wir nur das nötigste in unserem Rucksack dabei haben. Für ein Jahr!

Wir sind gespannt wie es wird!
Ihr auch?
Dann schaut hier doch immer mal wieder rein. Wir werden versuchen, euch regelmäßig darüber zu berichten wo wir gerade sind und was wir so erleben. Selbstverständlich auch mit Foto- und Filmmaterial!
Und wir freuen uns natürlich riesig über Euer Feedback und über Kommentare die ihr zu unseren Berichten abgebt ;-).

Bis dahin, lasst es euch gut gehen, wir werden euch vermissen!
Kai & Natascha

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