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Gold Coast Kaufrausch

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Von nun an konnten wir etwas Tempo aus unserer Reisegeschwindigkeit nehmen, denn alles was jetzt kam, war sozusagen Urlaub. Zwar waren die Entfernungen weiterhin zu überwinden, aber  wir konnten das nun wesentlich entspannter angehen.
Nach dem Foo Fighters Konzert blieben wir noch zwei Tage an der Gold Coast. Schauten uns die coole City von Surfers Paradise an, gönnten uns selbst mal einen schönen Nachmittag am Strand mit genialem Sand, Sonnenschein und super Brandung, machten ein leckeres BBQ in unserem Caravanpark und schauten uns mal zwei Tage in Brisbane um. Hier gerieten wir dann in den berühmt berüchtigten australischen Kaufrausch. Jens hatte sich vorgenommen endlich mal eine gescheite Kamera zu kaufen. Eine Spiegelreflex. Er wusste da auch ziemlich genau, was er haben wollte und nun ging es nur noch darum, das beste Angebot zu finden. Natascha war ganz aufgeregt, weil sie für Jensons Hochzeit im Juni unbedingt noch ein neues Outfit brauchte und außerdem endlich mal wieder eine Frisur haben wollte, und ich brauchte eine neue Reisetasche, weil die alte nach all den rabiaten Behandlungen der vergangenen Monate auf den verschiedensten Flughäfen dieser Erde ziemlich gelitten hatte.
Nachdem wir also viele australische Dollars in diesem unsagbar schönen Kaufhaus haben liegen lassen, konnten wir unsere Reise fortsetzten. Nächstes Ziel  sollten die Whitsunday Islands sein, das Tor zum Great Barrier Reef.

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Foo Fighters – Das Konzert

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Ich weiß nicht, wie lange Natascha und ich schon darauf warteten, die Foo Fighters einmal live zu erleben. Bei den letzten Konzerten, die die Band in Deutschland spielten, kam uns immer was dazwischen: 2008 mussten wir uns entscheiden, ob wir heiraten wollten, oder auf ein Rockkonzert gehen. Wir haben uns fürs heiraten entschieden (zum Glück)! Und 2011 waren wir schon in Südamerika, als sich Mr. Dave Grohl und Bandkollegen wieder nach Deutschland trauten. Das hat uns dann schon ein bisschen geärgert, aber Natascha hat einfach mal den Tourneeplan studiert und siehe da, die Übereinstimmung mit unserer Route in Australien herausgefunden. Wir haben sofort online Tickets bestellt – für den Jens einfach gleich mit, denn schließlich wussten wir ja schon, dass er bei uns sein würde – und hatten somit ein festes Date mit den Rockern.
Von dem Weg nach Carrara ins Metricon Stadium haben wir relativ wenig mitbekommen, denn wie wahrscheinlich alle Australien-Reisende, die zum ersten Mal in dem Land sind, haben wir die Distanzen ziemlich unterschätzt, die Trägheit unseres Wohnmobils nicht mit eingerechnet und auch vermutet, dass die Straßenverhältnisse besser seien. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht sind, wir haben da schon ganz anderes erlebt, aber es sind halt doch keine deutschen Autobahnen.
Egal, wir sind jedenfalls pünktlich vor Ort gewesen, haben sogar noch einen Platz auf einem nahe gelegenen Caravanpark bekommen und konnten dann die Strecke zum Stadion zu Fuß zurücklegen, waren zwar gute 45 Minuten, aber direkt beim Stadion hätte man eh nicht parken können.
Der Einlass funktionierte einwandfrei und im Stadion selbst war es dann echt relaxed. Wir suchten uns ein nettes Stehplätzchen im mittleren Mittelfeld. Hier hatten wir gute Sicht auf die Bühne, obwohl man immer noch sehr weit weg war, aber die ganze Show wurde natürlich auch auf große Leinwände projiziert, so dass man von überall gut sehen konnte.
Ich muss gestehen, ein bisschen musste ich ja auch wegen der Vorgruppe unbedingt auf dieses Konzert. Es spielte Tenacious D. Eine Band bestehend aus den amerikanischen Komikern Jack Black und Kyle Gass, genannt Cage. Manche sagen ja, ich hätte gewisse Ähnlichkeit mit Jack Black. Ist das wirklich so?
Na ja, es war jedenfalls ein Spaß die Jungs auf der Bühne zu sehen und man kann durchaus sagen, dass sie das Publikum ganz schön in Fahrt gebracht haben.
Was dann kam, war einfach nur cool. Zweieinhalb Stunden Foo Fighters at it’s best! Die Stimmung im Stadion war großartig, der Sound spitzenmäßig und die Show einfach nur fantastisch. Es ist immer schön, wenn die Künstler einen gewissen Kontakt zum Publikum aufbauen und nicht nur einfach ihr Programm runter rotzen. Da wird auch mal aus dem Nähkästchen geplaudert: wie das war, als er nach dem letzten Konzert im gleichen Stadion auf dem Weg ins Hotel (auf einem Motorroller) von der Polizei angehalten wurde und leider ein Bierchen zu viel hatte, so dass er die Nacht in der Zelle verbringen durfte.
Doch spätestens als Dave Grohl ankündigte, dass nun alle mal ihre Mami zu Hause grüßen dürften, weil die Foos jetzt das Video für ihre neue Single live in diesem Stadion drehen würden, war die Stimmung auf dem Höhepunkt.
Alles in allem waren wir also froh, dass wir die Deutschland-Konzerte der Foo Fighters bisher verpasst haben, denn das, was wir bei diesem Open Air an der Gold Coast erleben durften, war schon wirklich einzigartig.

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Ankunft in Australien

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Der Flug mit Emirates war erstklassig. Wenn man den Flieger betritt, glaubt man in ein Luxus-Beduinenzelt einzusteigen. Alles in schönen Sand- und Erdtönen gehalten, kleine Leuchtdioden an der Decke simulieren den Sternenhimmel, das Bordpersonal ist überaus freundlich (und gutaussehend). Kaum dass man sitzt kann es auch schon mit dem Entertainment losgehen. Unzählige Movie, TV und Radioprogramme machen die Reise äußerst kurzweilig und das servierte Essen ist fabelhaft. Erstaunlicherweise war der Preis des Fluges mit der günstigste den wir finden konnten und zusätzlich hatten wir eine Freigepäckgröße von 30 kg pro Person. Da kann man schon was mitnehmen…
Die Landung in Sydney konnte man dann am eigenen Bildschirm live über die Außenkameras am Flugzeug mitverfolgen: butterweich. Daumen hoch für Emirates, I like!
Vom Flughafen ging‘s mit dem Bus zu unserem Hotel für die Nacht. Das war dann eine etwas bessere Jugendherberge und Natascha hat erst mal den Portier rundlaufen lassen, weil laut der Onlinebeschreibung zwar in jedem Zimmer Internet vorhanden sein sollte, es in echt aber so gut wie unbrauchbar war. Wir brauchten es aber. Irgendwie haben wir es dann doch zum Laufen gebracht, waren aber froh, dass wir hier nur eine Nacht bleiben mussten.
Am nächsten Tag gingen dann Jens und ich den Camper abholen, wobei man hier tatsächlich von einem Wohnmobil reden muss: ein riesen Teil mit Platz für eine Kleinfamilie, (die wir ja jetzt auch irgendwie waren), unser Jucy in Neuseeland war dagegen eine Sardinenbüchse. Aber gut so, wir hatten ja auch sechs Wochen vor uns, die wir in diesem Gefährt miteinander verbringen wollten/durften/mussten ;-).
Nachdem wir unser neues mobiles zu Hause also abgeholt und bezogen hatten, verbrachten wir den Rest des Tages noch in Sydney um einiges Organisatorisches zu klären, Vorräte einzukaufen und uns ein wenig zu orientieren. Erst gegen Abend fuhren wir dann wirklich los. Einfach mal raus aus der Stadt und auf den Highway 1 Richtung Norden.  Nach etwa 200 Kilometern hielten wir dann an und verbrachten die Nacht auf einem Rastplatz.
Sehr früh wurden wir am nächsten Morgen von den Schreien und Lauten der Natur außerhalb unserer Wohnung geweckt, schließlich standen wir ziemlich im Wald! Aber auch das war gut, denn nun mussten wir Kilometer machen, schließlich hatten wir zwei Tage später einen Termin an der Gold Coast. Mit den Foo Fighters.

AUSTRALIEN FOTOS – HIER ENTLANG!

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Australien Bilder

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Es hat etwas gedauert, aber ich habe es geschaff: die Australien Bilder sind online. Ein ausführlicher Bericht über unsere Erlebnisse in Down Under folgt natürlich, aber dazu brauch ich noch einen Moment. Solange könnt ihr euch aber schon mal die Fotos anschauen ;-)!

 

 

 


HIER geht’s zu den BILDERN!

 

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NZ – Die Südinsel Teil 2

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Wir haben lange hin- und herüberlegt, wie wir nun weiter rumreisen wollten, wenn Jens bei uns ist. Schließlich kam der ja nicht nur mit einem Handgepäcktäschchen. Und wir waren uns deswegen nicht sicher, ob der Camper, den wir hatten, größenmäßig ausreichen würde. Doch wir gingen das Risiko ein, verlängerten kurzerhand unseren Jucy und hofften, dass wir alles unterbekommen würden. Und wenn einer einen Camper packen kann, dann Jens, unser Buschef.
Wir verbrachten also unsere letzte Nacht zu zweit (zumindest für die nächsten 8 Wochen) auf einem Campingplatz in Christchurch um am nächsten Morgen pünktlich am Flughafen zu sein. Da standen wir dann. Die Maschine landete und nach und nach dröppelten die Passagiere raus. Nur der Jens kam nicht. Doch wir warteten…und warteten….und warteten. Bis sich die Schiebetüren doch nochmal öffneten und unser Freund durchmarschierte. Allerdings in Begleitung einer freundlichen Flughafenangestellten, die uns erklärte, dass Jensons Koffer leider den Weg in das Flugzeug nicht gefunden habe und noch in Singapur sei. Es würde am nächsten Tag kommen und uns nachgeliefert werden. Zum Glück hatten wir schon eine ziemlich genaue Vorstellung dessen, wo wir dann sein würden, so dass wir das direkt angeben konnten.
So kam Jens also doch (erst mal) nur mit einem Handgepäcktäschchen zu uns. Wir freuten uns riesig ihn zu sehen und nach einer ausgiebigen Willkommenszeremonie starteten wir durch nach Hanmer Springs, wo wir unserem Neuankömmling etwas Zeit zum Eingewöhnen geben wollten. In Hanmer Springs sind heiße Quellen und man hat dort ein astreines Thermalbad hin gebaut, wo wir am nächsten Tag auch gleich hingingen und einfach nur in den verschiedenen Pools relaxten, ein bisschen die Wasserrutschen unsicher machten und mal einen Kaffee zwischendurch schlürften.
Als wir am Abend zum Campingplatz zurück kamen, war dann auch Jensons Koffer nachgeliefert worden. Also, alles wieder vollständig und wir konnten endlich den Camper richtig „beladen“. Hat funktioniert!
Zwei Tage später ging es weiter nach Westport wo wir uns tatsächlich nochmal mit Monique und Pascal verabredet hatten. Kaum, dass wir zur Stadt reingefahren sind trafen wir uns auch schon ohne dass wir einen Treffpunkt ausgemacht hätten. Schön war’s unsere Schweizer wieder zu sehen. Wir kauften ein für ein großes BBQ am Abend, grillten wie die Weltmeister, machten noch einen Verdauungs-Strand-Spaziergang und spielten dann Karten.
Am nächsten Tag hieß es dann aber endgültig Abschied nehmen, denn bei M&P stand die Weiterreise auf die Nordinsel an. Das Wetter passte: es regnete wie aus Kübeln.
Unser Trio machte sich dafür auf den Weg nach Motueka. Ein Örtchen an der Nordküste. Klein, nett, überschaubar. Und scheinbar immer gutes Wetter. Hier blieben wir länger als eigentlich geplant und haben so einiges unternommen: Wandern im Abel Tasman Nationalpark, eine Fahrradtour am Strand von Motueka entlang, eine vom Campingplatz angebotene Weintour zu verschiedenen Winzereien der Region und einen Ausflug ans Cape Farewell. Wunderschöne Gegend!
Dann war der wilde Westen an der Reihe. Immer an der Küste entlang ging es über Greymouth und Hokitika nach Franz Josef, wo wir uns den gleichnamigen Gletscher anschauten. Einer der wenigen Gletscher auf der Welt die noch wachsen, oder vielmehr „wieder“ wachsen. Ebenso der nicht weit entfernte Fox Gletscher, an dem wir tags darauf waren. Na ja, wir hielten an einem Parkplatz, von dem aus wir einen 15-minütigen Fußmarsch zu einem Aussichtspunkt machten, von dem aus wir den Gletscher sehen konnten. Ich glaube die wahren Ausmaße dieser riesigen Schneezunge kann man nur erahnen…
Es wurde mal wieder Zeit für eine kleine Pause und so quartierten wir uns in Wanaka ein. Erholten uns ein wenig von den „Fahr-Strapazen“ der letzten Tage, gingen etwas shoppen und fütterten die campingplatzeigenen Enten. Ich glaube hier hab ich gemerkt, dass ich diese Tiere total gern hab. Nicht nur knusprig gebacken auf dem Teller, sondern auch in echt, lebendig ;-).
Und langsam aber sicher gingen wir unserer Abreise aus Neuseeland entgegen.  Wir hatten nur noch wenige Tage und mussten uns so langsam auf den Rückweg nach Christchurch begeben.
Unsere letzte Etappe führte uns entlang am Lake Pukaki zum Mount Cook. Majestätisch steht er da. Schneebedeckt. Einfach nur staunen und „Mund-nicht-mehr-zu-kriegen“! Wir machten noch eine mehrstündige Wanderung durch etwas unwegsames, aber wunderschönes Gelände, um dem Berg noch etwas näher zu kommen.
Am Abend fuhren wir dann weiter zum Lake Tekapo, wo wir nächtigten und am nächsten Tag die dortigen Therme besuchten, bevor es endgültig nach Christchurch ging.
Eine letzte Nacht in unserem giftgrünen Jucy auf unserem bereits bekannten Campingplatz. Wir packten unsere Koffer und bereiteten soweit alles vor um tags darauf nur noch den Camper abgeben zu müssen und uns zum Flughafen zu begeben. Klappte alles tadellos.
Nun wartete der nächste Kontinent auf uns: Australien! Ein neues Abenteuer, eine neue Kategorie in unserem Blog!

Neuseeland-Bilder – HIER entlang!

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NZ – Die Südinsel Teil 1

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Ich muss mich mal ein bisschen ranhalten, da ich mit den Blogeinträgen ziemlich hinterher hinke. Daher werde ich nun unsere Erlebnisse auf der Südinsel etwas zusammenfassen und auf Bildergalerien verlinken.

Christchurch – hier waren wir wieder mit unseren Schweizern (Monique & Pascal) verabredet um die nächste Zeit mit ihnen zusammen zu verbringen. Von nun an bildeten wir einen kleinen Camper-Convoy ;-).
Wir schauten uns ein wenig die Stadt an, oder das was nach den Erdbeben der vergangenen Monate von ihr übriggeblieben ist. Es ist etwas bedrückend und man merkt, dass das Leben hier nie wieder so sein wird wie vor den Naturkatastrophen (ganz aktuell – 24.12.2011 – bebte es erneut. Wieder wurden einige Menschen verletzt und es entstand großer Sachschaden.)
Man versucht zwar in Normalität zurückzufinden, doch das will nicht so ganz funktionieren.

Wir fuhren zunächst wieder Richtung Norden, nach Kaikoura. Ein nettes Städtchen mit vielen Möglichkeiten für Touristen. Wir schauten uns Robben auf der Peninsula an, fuhren mit dem Schiff zum Whalewatching raus, was leider wegen stürmischer See abgebrochen werden musste ohne einen Wal gesehen zu haben (Vomex die Dritte). Natascha ist in weiser Voraussicht gar nicht erst mitgefahren. Dafür ist sie am nächsten Tag mit Delfinen geschwommen.

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Durch das Landesinnere ging es nun wieder südwärts.In Moeraki schauten wir uns am Strand die Riesensteinkugeln an, die noch von der letzten Eiszeit hier übriggeblieben sind, fuhren dann weiter nach Dunedin, wo wir lecker Steak gegessen haben. Am nächsten Morgen führen wir zum Royal Albatross Center am Taiaroa Head wo wir uns die Riesenvögel anschauen wollten. Doch wie so oft wollte man viel Geld von uns, damit wir Vögel sehen konnten, was wir uns schließlich sparten und weiterfuhren Richtung

Invercargill. Unterwegs kamen wir am Kaka-Point vorbei, was immer das ist und machten einen Abstecher zum Leuchtturm von Nugget Point, wo wir Pelzrobben und Gelbaugenpinguine beobachtet haben. In Invercargill regnete es leider ziemlich heftig, so dass wir lediglich nächtigten um dann nach Te Anau zu fahren, von wo aus wir einen Ausflug zum Milford Sound machten. Bei fantastischem Wetter fuhren wir den Fjord entlang, bis raus auf die tasmanische See. Um uns herum Wasserfälle, die von schneebedeckten Bergen stürzten. Ein grandioses Naturschauspiel.

Wir fuhren dann noch mit Monique und Pascal bis Queenstown, wo sich unsere Wege (erstmal) trennen sollten, denn Natascha und ich mussten zurück nach Christchurch um unseren lieben Jens vom Flughafen abzuholen. Er wird uns für zwei Monate auf unserer Reise begleiten. Noch zwei Wochen in Neuseeland und sechs Wochen in Australien.
Somit hieß es erstmal Abschied nehmen, aber wir hielten uns die Option für ein weiteres Treffen offen.

 

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Mitfahrzentrale Rachel

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Wir legten in Picton an und waren mehr als glücklich das Schiff endlich verlassen zu dürfen. Doch nun standen wir immer noch vor unserem Mobilitätsproblem.
Durch die Verspätung der Fähre war mittlerweile Eile geboten, da sämtliche Mietwagenstationen in Picton eigentlich schon lang geschlossen hatten. Sie mussten aber zumindest auf die Kunden warten, die einen Wagen reserviert hatten (zu denen wir ja leider nicht gehörten). Dennoch klapperten wir einen Vermieter nach dem anderen ab und bekamen überall dasselbe zu hören: entweder „Wir haben keine Autos mehr zur Verfügung“ oder „Wir vermieten nur für mindestens drei Tage“ und „…wenn Sie das Auto hier mieten und in Christchurch abgeben, kommt noch die Einweg-Gebühr obendrauf“. Das war so frustrierend. Was sollen wir mit einem Auto für drei Tage, wo wir doch am nächsten Tag schon unseren Campervan bestellt hatten? Aber wir mussten eben unbedingt noch am selben Tag nach Christchurch.
So langsam hatten alle anderen Vorbesteller ihre Autos bekommen, nur ein junger Mann irrte noch ähnlich verzweifelt umher, wie wir das taten. Also sprach ich ihn an, ob er auch noch einen Wagen brauchte, was er bejahte. Und wo er denn hin müsse? „Nach Christchurch.“ Cool, und dann? Nichts und dann, er wohne dort. Perfekt! So schien es doch noch eine Lösung für unser Problem zu geben: wir mieteten ein Auto für drei Tage, teilten die Kosten durch drei und konnten am nächsten Tag unseren Camper holen, während Iuben (so hieß unsere neue Bekanntschaft) den Mietwagen zum fälligen Zeitpunkt wieder in Christchurch abgab. Das Ganze hat uns zwar ein paar NZ-Dollar gekostet, war aber für uns alle eine akzeptable Lösung.

Spaßig wurde jetzt noch das Beladen unseres Gefährts. Es war ein nagelneuer Toyota Yaris(!), gerade mal 37 km auf dem Tacho. Ein 3-Türer. Natascha und ich mit „Weltreisegepäck“ und Iuben – ein Hobby-DJ – mit Reisetasche und großem Turntable-Koffer. Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben alles in diese kleine Karre rein zu bekommen, aber was muss das muss und so konnten wir uns endlich auf die Fahrt nach Christchurch machen, wo wir etwa um Mitternacht ankamen.
Wir brachten Iuben heim und bezogen selbst Quartier in einer Jugendherberge. Am nächsten Morgen fuhren wir unseren Camper holen und brachten dann den Yaris wieder zu unserem Mitfahr-DJ, der ihn zwei Tage später ordnungsgemäß zur Autovermietung zurückbrachte. Alles war wieder gut!

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