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Hand Update

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Vielen Dank nochmal für eure Anteilnahme an meinem „kleinen Unfall“, der ja eigentlich gar nicht so klein war….
Mittlerweile sind 7 Wochen vergangen, meine Knochen heilen soweit ganz ordentlich und auch die Narbe in meiner Ellenbeuge ist recht gut verheilt.

Sorgenkind ist und bleibt jedoch meine Hand. Ich habe in der Zeit nach der OP viel Physiotherapie gemacht. Elektrotherapie und Lympfdrainagen…
Vor vor 2 Wochen war ich nochmal bei meinem Operationsarzt in Asuncion. Zur Nachkontrolle. Der sagte mir dann aber, dass der Nerv meiner Hand nicht nur leicht angeknackst, sondern komplett zerstört sei. Er formulierte es so: „It was like an explosion in your arm!“ Also der Nerv wird von selber nicht mehr zusammenwachsen.

Momentan habe ich eine sogenannte Fallhand. Bedeutet: Ich kann weder die Hand noch die Finger nach oben bewegen, sie hängt leider immer nur nach unten. Eine Handschiene hilft mir das Handgelenk wenigstens etwas zu entlasten.

Um die Hand jedoch wieder einsatzfähig zu bekommen, werde ich mich also nochmal operieren lassen müssen. Ich wurde bereits an einen Spezialisten verwiesen, der sich dieses Eingriffs annehmen wird. Da wird dann eine Sehnenverlagerung vorgenommen. Dabei wird eine Sehne meines Unterarms nach oben verlagert und dort mit meinen Handsehnen (Handgelenk, Langfinger und Daumen) verbunden, so dass diese wieder bewegt werden können. (Das ist jetzt natürlich sehr vereinfacht erklärt.)

Das Ganze werde ich auch hier in Paraguay machen lassen. Ich hoffe, dass ich in 6 – 8 Wochen so weit bin, dass das gemacht werden kann, denn anschließend heißt es nochmal Therapie. Denn schließlich muss die Sehne, die die letzten 38 Jahre von meinem Gehirn den Befehl bekommen hat: „Handgelenk beugen!“ nun mein Handgelenk strecken und das erfordert viel, viel Arbeit und Diszplin. Aber das bekomm ich hin. Und wenn alles gut geht, werde ich meine Hand wieder zu 90 – 95% normal bewegen können.

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Iguazu bei Nacht

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So, wir haben ja das Glück gehabt ein ganz besonderes Ereignis an den Wasserfällen mitzuerleben: Den Vollmond.
An fünf Nächten im Monat bieten die Argentinier eine Special-Vollmondtour an. Zwei Tage vor dem vollen Vollmond, in der Vollmondnacht selbst und zwei Tage nach dem vollen Vollmond. Aber nur, wenn der Himmel mitmacht, sprich wenn es nicht zu bewölkt ist und wenn es nicht regnet, damit man genug sieht oder aus Versehen wegrutscht. Wir haben die volle Vollmondnacht erwischt. Sternenklar, kein Wölkchen am Himmel und was uns dann am Teufelsschlund erwartete, war wirklich atemberaubend.
Wer also zufällig mal bei Vollmond an den Wasserfällen in Argentinien sein sollte, sollte sich diese Tour auf gar keinen Fall entgehen lassen. Man muss sich jedoch  vorher anmelden. Das kann man recht unproblematisch per Mail machen. Weitere Informationen zu den Wasserfällen und speziell auch zur Vollmondtour gibt es unter www.iguazuargentina.com.
Die Tour kann man übrigens mit Dinner buchen. Die 40.- Pesos, die das mehr kostet, sollte man investieren. Das Büffet ist  erstklassig.

Fotos von den Wasserfällen bei Vollmond gibt’s HIER!

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Iguazu Vorgeschmack

Iguazu

 

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag, wenn auch nur ganz kurz, aber Ausführlicheres folgt. Wir haben ein Abstecher nach Brasilien und Argentinien gemacht.
Hier ein paar Bilder von den Iguazu Wasserfällen, die wir von der brasilianischen Seite aus gemacht haben. Isgesamt waren es ca 700 Bilder die wir geschossen haben… wir zeigen auch noch mehr, aber jetzt erst mal die HIER

 

 

 

Wasserfallbilder

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Kleiner Unfall

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Vielleicht wundert sich der eine oder andere schon, warum die Rachels denn so lang nichts von sich hören lassen, es wird doch nichts passiert sein.
Nun, es gab leider tatsächlich einen Zwischenfall, in den ich verwickelt war, weshalb der Blog ein wenig hinten angestellt werden musste.

Ich habe mir bei einem Motorradunfall den linken Arm gebrochen und musste in Asunciòn operiert werden.
Mit zwei Titanplatten und 10 Schrauben wurden sowohl Elle als auch Speiche wieder zusammengeschustert und auch den Ellenbogen hat man wieder an die Stelle gebracht, wo er sein soll. Leider ist aber auch der Nerv, der für das Beugen der Hand und der Finger zuständig ist, kaputt, so dass ich in nächster Zeit einiges an Physiotherapie absolvieren muss.
Aber das wird schon wieder und sonst geht’s mir wirklich gut. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Macht euch daher bitte keine Sorgen!

Die Reise wird also wie geplant fortgesetzt und ich hoffe, dass ich euch bald weitere Neuigkeiten posten kann.

Bis dahin liebe Grüße
Kai

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Ausflug in die Großstadt

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Wir haben mal wieder einen Ausflug in die Großstadt Asunción gemacht. Sind mal in einer Kunstgalerie gewesen und haben uns nett mit der Inhaberin (die selbst Künstlerin ist) unterhalten. Ihre Tochter (24), konnte Englisch. Das ist wohl was ganz besonderes in Paraguay. Sie stellte sich so vor: „Hello, my name is Dulce, that means Sweet!“ Wer von euch würde bitte seine Tochter „Süß“ nennen??? Bitte um Stellungnahme! Aber süß war sie, das fand auch Natascha :-)!

Dulce war übrigens sehr hilfsbereit bei der Frage, wo wir denn in Asunción Künstlerbedarf bekommen könnten, denn das suchte Natascha eigentlich. Acrylfarben, Zeichenstifte, Kreide und richtiges Zeichenpapier bzw. einen Skizzenblock. Dank der „süssen Hilfe“ haben wir das „Künstlerbedarfsviertel“ dann aber tatsächlich gefunden und kräftig eingekauft.

Wie wir so durch die Strassen schlenderten, kamen wir an einem Laden vorbei und staunten nicht schlecht. Offenbar werden unsere Dienste hier schon erwartet und man hat bereits unser neues Office vorbereitet. Na ja, vielleicht eine Dépendance ;-).110429_007

Zugegeben, es gibt hier viele schöne Gebäude, doch es ist ein Jammer, dass sich niemand um sie kümmert. Es ist wirklich schade, doch leider verfallen hier unzählige Häuser und Villen. Aus manchen wachsen schon Bäume. Andererseits wird überall gebaut, doch hier scheint es so, dass kaum eine Baustelle abgeschlossen wird. Irgendwann geht ihnen wohl das Geld aus und es steht eine neue Ruine in der Stadt.
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Wie auch immer, es gibt auch nette Ecken hier. Und darum sind wir am Nachmittag mal in das schöne Shopping Center Mariscal Lopez gefahren, bummelten ein bisschen durch die Läden und haben uns dann ganz elitär einen südhaft leckeren Käsekuchen und einen Kaffee gegönnt.
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Mehr Bilder gibt es HIER!

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Bergwandern

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Wir haben ja in Santa Rosa mittlerweile guten Anschluß gefunden. Es ist wie eine kleine deutsche Kolonie, die wir haben. Alles junge Leute, die mal für ne Zeit nach Paraguay gezogen sind und hier leben. Da wird natürlich auch viel gemeinsam unternommen und so haben wir uns zu neunt zusammen getan und beschlossen eine „kleine Bergtour“ zu machen. Da Paraguay insgesamt ja eher flach ist, ist der Begriff „Berg“ natürlich relativ. Und „Tour“ ist wahrscheinlich auch nicht ganz richtig. Der „Berg“ war eher ein Felsen und die Tour könnte man als „pfadfinden“ bezeichnen. Aber es war sehr cool.

Wir sind also zunächst von Santa Rosa nach Yby Yau (sprich: ibi d’scha-u) gefahren. Ein Städtchen, ca. 120 km entfernt. Von dort aus sind es noch ein paar Kilometer bis zu dem Felsen, dessen Name ich leider nicht weiß, wenn er überhaupt einen hat.

Erstaunlich, wie sich da mitten aus dem Nichts plötzlich so ein Stück Stein erhebt. Ein bisschen erinnert es vielleicht an den großen Ayers Rock in Australien, aber dann doch eben nur die Mini-Mini Version davon.

Da nirgendwo ein Wegweiser zum Felsen zu finden war, versuchten wir über einen Feldweg etwas näher ran zu kommen. Na ja, Versuch eben. An einem Häuschen haben wir dann gefragt, ob wir unsere Fahrzeuge im Schatten abstellen dürften – was uns auch gewährt wurde – und ob die Leute wüssten, wie man auf den Berg kommt. Schulterzucken und das Deuten über die Fleder sollte uns sagen: einfach mal querfeldein und dann weiterschauen. OK, über das Feld und die Kuhweide, dann kam der fiese Teil mit Kletten, Disteln und Dornen, dann durch ein Palmenwäldchen bis wir endlich vor dem Felsbrocken standen. Und so klein sah er dann gar nicht mehr aus. Wege gab es übrigens gar keine. Nicht mal Trampelpfade, allenfalls Spuren, dass schon mal jemand da war.
Also begannen wir den Aufstieg durch Sträucher und Gestrüpp. Auf erdig, steinigem Boden. Immer aufwärts, Richtung Gipfel. Doch irgendwann gings ins Klettern über und einfach nicht mehr weiter. Also Kommando zurück und einen neuen Weg suchen. Da gings schon ein Stück weiter rauf, aber immernoch nicht ganz hoch.

Zwischendurch sind wir dann noch an einer Klapperschlange vorbei. Die leben hier und man sollte da übrigens etwas aufpassen, denn die können recht ungemütlich werden. Wir haben sie glücklicherweise rechtzeitig entdeckt und konnten einen guten Bogen um sie machen.
Beim dritten Versuch den Berg zu erklimmen, hab ich dann keine Lust mehr gehabt und mit drei weiteren der Gruppe beschlossen unten zu warten, bis die übrigen ihre Abenteuerlust gestillt hatten.

So saßen wir eine ganze Zeit am Fuße des Hügels und haben die Aussicht genossen. Land, so weit das Auge reicht. Beeindruckend.

BILDER vom Trip gibt’s HIER

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Auf dem Amt

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Um sich in Papguay freier bewegen zu können und nicht mehr auf den Bus angewiesen zu sein, braucht man eine parguayische „Fahrerlaubnis“. Es reicht also nicht aus mit einem deutschen oder gar einem internationalen Führerschein zu kommen, nein, man muss sich eine extra Lizenz ausstellen lassen.
Dazu muss man zunächst mal in einem kleinen Labor seine Blutgruppe untersuchen und bestimmen lassen, damit dann zum Amt marschieren und sich dort sein Dokument ausstellen lassen.
Und das funktioniert so: Man betritt ein Büro, in dem schon mehrere andere Anwärter stehen und darauf warten, bedient zu werden. Also nichts mit Diskretion oder Wartezimmer, Nummer ziehen, oder aufgerufen werden. Einfach mal reingehen. Hinter dem Schreibtisch sitzen dann drei (!!!) „Beamte“, die bei landestypischer Musik ganz tranquilo ihre Kunden abarbeiten. Dabei ist einer für die Datenerfassung zuständig, einer fürs Ausdrucken der Dokumente und der Dritte schneidet die Papiere dann fein säuberlich mit der Schere aus und zu.

Als wir dann letztendlich an der Reihe waren und unsere Daten aufgenommen waren, kommt einer der drei zu uns rüber, stellt uns an die Wand und zückt sein Handy, macht von jedem von uns ein Bild und das kam dann in den Führerschein.

Interessanterweise wird hier gar nicht nach irgendeiner Befähigung gefragt, ob man überhaupt fahren kann. Es gibt hier keine Fahrschulen oder dergleichen. Man geht davon aus, dass wenn man sich einen Führerschein kauft, auch fahren kann.

Wir sind nun also im Besitz einer paraguayischen Fahrerlaubnis. Und weil wir schon da waren und uns den Führerschein fürs Auto haben ausstellen lassen, haben wir auch gleich die Pappe fürs Motorrad mit gekauft. Insgesamt hat der Spaß pro Nase ca. 25.- Euro gekostet. Gut oder?

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