Townsville & Charters Towers

6. Februar 2012 Von Kai

In Townsville hatten wir wieder Programm. Tierisches Programm, denn wir besuchten das HQ Reef Aquarium. Sozusagen ein Zoo, ausschließlich für Meeresgetier. Vom Clownfisch übers Seepferdchen bis zum Hammerhai ist hier alles vertreten. Man gibt sich große Mühe den Tieren hier ein angenehmes zu Hause zu schaffen. Teilweise kommen hier auch verletzte oder gestrandete Tiere her, werden aufgepeppelt und wieder freigelassen. Eine spezielle Auffangstation gibt es dort jedenfalls für Meeresschildkröten.
Man versucht aber auch, die Besucher aufzuklären wie das Meer funktioniert, welchen Gefahren die Tiere oftmals ausgesetzt sind und was jeder einzelne dazu beitragen kann, dass der natürliche Labensraum der Meeresflora und –fauna nicht noch mehr zerstört wird, als er eh schon ist. Es war ein interessanter, farbenfroher und lehrreicher Vormittag.

Der Nachmittag gehörte dann den in Australien ansässigen Landtieren, für die das Land so bekannt ist: Kängurus, Koalas und Krokodile. Alle zu bewundern im Billabong Sanctuary. Die Kängurus laufen hier frei herum und dürfen von den Besuchern gestreichelt und gefüttert werden. Auch hier werden kleine Vorträge über die Tiere deren Gewohnheiten und Verhaltensweisen gegeben. Dann wird natürlich auch ein bisschen Geld verdient, indem man sich mit einem Wombat auf dem Schoß oder einem Koala auf dem Arm fotografieren lässt. Nur die Krokodile sind und bleiben in ihrem Gehege. Und das ist gut so, denn das sind wirklich furchteinflößende Tierchen mit messerscharfen Beisserchen. Respekt!

Am nächsten Tag fuhren wir nach Charters Towers. Ca. 120 Kilometer im Landesinneren. Hier hat man vor 140 Jahren angefangen nach Gold zu suchen und auch welches gefunden. In der Zwischenzeit ist der große Goldrausch abgeklungen, doch es wird immer noch unter Tage gearbeitet und  in vielen Mienen werden andere Bodenschätze abgebaut. Hier gibt es jeden Abend nach Sonnenuntergang (und der ist hier besonders schön) eine Freilicht-Filmvorführung über die Geschichte der Stadt und gibt einen kleinen Einblick darüber, wie das alles seinen Anfang nahm. Schön gemacht!
Dennoch hat man in Charters Towers den Eindruck, die Zeit sei 1870 stehengeblieben und man fühlt sich ein bisschen so, als sei man im Wilden Westen gelandet. Hier heißt die Bar noch Saloon, im Saloon wird nicht geflippert sondern Bullenreiten veranstaltet, hier trägt man noch Boots und Cowboyhut und wenn die Jungs jetzt noch ihr Pferd draußen anbinden würden, wär die Illusion perfekt. Dafür stehen jedoch große Pickups oder andere PS-starke Wägen vor der Tür.
Es war ein tolles Schauspiel, was wir hier erlebt haben, Fernsehen ist nix dagegen!

HIER SIND DIE AUSTRALIEN BILDER!